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1

Mittwoch, 28. August 2013, 12:27

Habt ihr auch so viele Edelfalter?

Ich bin echt erstaunt! Seit ca. 1 Woche beobachte ich an meinem Sommerflieder vermehrt Edelfalter, vor allem Kleine Füchse.

Die letzten Jahre waren es nur immer Einzelexemplare, aber jetzt ist der Flieder sozusagen "übersäht". Naja, ganz so ist es nicht, aber ich zähle täglich an die 10 Falter und das ist für meine Gegend sehr viel!

Habt ihr auch solche Beoachtungen gemacht?

Ach ja, gestern war ich mal wieder anm Phoenixsee. Und dort konnte ich "haufenweise" Bläulinge sehen, für mich auch außergewöhnlich.

Liegt es wohl an den extremen Wetterverhältnisse?
Liebe Grüße
Sigrun
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2

Mittwoch, 28. August 2013, 20:17

Hallo Sigrun

Bei uns ist es wie immer: Kleiner Fuchs, Distelfalter und Admiral sind die häufigsten blütenbesuchenden Edelfalter.
Ich freue mich schon auf die Taubenschwänzchen, die kommen immer um die Jahresezeit.

Grüße,
Dennis

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3

Mittwoch, 28. August 2013, 20:52

Hallo, Sigrun!

Habt ihr auch solche Beoachtungen gemacht?

Es ist jedenfalls kein edelfalterarmes Jahr. Hier gibt es auch vornehmlich Kleine Füchse, aber auch vermehrt Distelfalter. Admirale habe ich bisher nur einen einzigen 2013 gesehen, und Tagpfauenaugen waren auch nur mäßig häufig (eher im Frühjahr, jetzt kaum welche). Sehr häufig während einiger Wochen diesen Sommer waren Landkärtchen (s. auch meine Postings unter "nur zeigen"). So viele habe ich noch nie gesehen. Kaisermäntel waren auch relativ häufig.
Und auch wenn nicht alle Edelfalter sind: erstmals seit Jahren gab es wieder ziemlich viele Wanderfalter: unzählige Gammaeulen, viele Kleine Perlmutterfalter und erstmals seit fast 10 Jahren wieder viele Gelblinge. Auf Taubenschwänzchen warte ich bisher vergeblich. Daß die mal hier in Anzahl eingeflogen sind, ist auch schon 10 Jahre her.

Und dort konnte ich "haufenweise" Bläulinge sehen, für mich auch außergewöhnlich.

Hier (und auch bei anderen, wie hier schon angemerkt) war es nur eine bestimmte Bläulingsart, die außergewöhnlich zahlreich (seit dem Frühjahr, speziell aber jetzt in zweiter Generation) war: der Faulbaumbläuling Celastrina argiolus. Ansonsten gibt es hier sowieso nicht viele Bläulingsarten, höchstens mal ein paar "gemeine" Polyommatus icarus. Die waren nicht auffallend häufig, eher relativ "mau".


Viele Grüße, Jürgen
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4

Mittwoch, 28. August 2013, 21:09

Ich bin echt erstaunt! Seit ca. 1 Woche beobachte ich an meinem Sommerflieder vermehrt Edelfalter, vor allem Kleine Füchse.


Hallo Sigrun, hallo allerseits,

auch bei uns sind am Sommerflieder in diesem Jahr unzählige Edelfalter. In den letzten Jahren waren wenige bzw. gar keine. Das lag teils auch daran, dass der alte Sommerflieder erfroren war und der Ableger jetzt erst richtig erblüht ist.

In diesem Jahr waren auch wieder mal ein Mauerfuchs und ein Schwalbenschwanz da. Die fehlten in den letzten Jahren, auch als der alte Sommerflieder noch blühte. Sehr häufig waren in diesem Jahr Zitronenfalter. Ansonsten das übliche, Kleine Füchse, Distelfalter, Admiral und C-Falter. Landkärtchen sind wohl auch wieder im kommen.
Liebe Grüße, Helga

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5

Donnerstag, 29. August 2013, 21:47

Ah, dann habt ihr also ähnliches erlebt?

Hm, Jürgen, die Bläulinge waren P.icarus. Aber wirklich immens viele!

Distelfalter hatte ich hier einen und ein Tagpfauenauge.
Auffällig fand ich die Kleinen Füchse.

Helga, hier war sonst auch eher nichts, vielleicht ab und an mal ein Weißling oder Admiral, das war es dann.
Liebe Grüße
Sigrun
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Freitag, 30. August 2013, 18:58

Hallo, allerseits!

Die Kleinen Füchse scheinen den Sommer hier schon für zuende zu halten (dabei sind für nächste Woche nochmal 28 °C angekündigt). Vorgestern und heute hatte ich am Tag draußen keine mehr gesehen (ich war allerdings auch nur im Garten und in der Stadt). Dafür saß eben einer in der Küche unter der Decke! Keine Ahnung, wie der dort hingelangen konnte, wir haben Fliegengitter vor allen Fenstern. Da kommen höchstens mal winzige Gall- oder Schmetterlingsmücken durch (und irgendwie findet leider auch die eine oder andere Stechmücke ihren Weg in die Wohnung...).
Ich habe ihn dann neben der offenen Wintergartentür in den Garten gesetzt. Dort hat er gute Chancen, ein besseres Winterquartier zu finden.
»Jürgen Peters« hat folgendes Bild angehängt:
  • Aglais_urticae.jpg


Viele Grüße, Jürgen
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7

Donnerstag, 12. September 2013, 11:15

Wahrscheinlich hast du mal was über Anthrax anthrax geschrieben, und die NSA hat ihn reingelassen als sie die Mikrofone versteckt haben. :)

Was Edelfalter angeht: kleiner Fuchs ist auf niedrigem Niveau stabil, sehr viele Distelfalter, Admiral und kleiner Schillerfalter recht häufig (A. ilia hatte ich zuletzt am Montag),
im Murgtal auch ein Trauermantel, ungewöhnlich war Limenitis camilla (8 Exemplare am 6. Juli).

Das erste Taubenschwänzchen in diesem Jahr hab ich hier am 18. April fotografiert (am selben Tag wie die erste Criorhina ranunculi des Jahres), die Viecher sind hart im Nehmen.

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8

Donnerstag, 12. September 2013, 11:34

Hallo, Achim!

Was Edelfalter angeht: kleiner Fuchs ist auf niedrigem Niveau stabil, sehr viele Distelfalter, Admiral und kleiner Schillerfalter recht häufig (A. ilia hatte ich zuletzt am Montag),
im Murgtal auch ein Trauermantel, ungewöhnlich war Limenitis camilla (8 Exemplare am 6. Juli).
Das erste Taubenschwänzchen in diesem Jahr hab ich hier am 18. April fotografiert (am selben Tag wie die erste Criorhina ranunculi des Jahres), die Viecher sind hart im Nehmen.

Von den meisten kann ich hier oben eh nur träumen. Taubenschwänzchen sowieso nur alle Jubeljahre mal einzelne. Einen Trauermantel habe ich nur 2006 mal gesehen - ohne ihn fotografieren zu können. Ähnliches gilt für [Apatura (einmal A. iris im Juli 2006; kein Foto, obwohl ich am nächsten Tag mit eingeweichter Kaninchensch*** gelockt habe ;)).
Criorhina finden sich hier hin und wieder. Dieses Jahr habe ich die allerdings erst Ende Mai/Anfang Juni ablichten können (hatte C. ranunculi in früheren Jahren auch schon im April): C. asilica, berberina und ranunculi. Leider alle nur von Weitem erwischt. Die Bilder wollte ich schon länger mal loswerden ;), lagen wie vieles aus dem Mai-Juni noch auf Halde...
»Jürgen Peters« hat folgende Bilder angehängt:
  • Criorhina_asilica_M.jpg
  • Criorhina_berberina_M1.jpg
  • Criorhina_berberina_M2.jpg
  • Criorhina_berberina_M3.jpg
  • Criorhina_berberina_M4.jpg
  • Criorhina_berberina_W.jpg
  • Criorhina_ranunculi_W1.jpg
  • Criorhina_ranunculi_W2.jpg
  • Criorhina_ranunculi_W3.jpg
  • Criorhina_ranunculi_W4.jpg


Viele Grüße, Jürgen
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9

Donnerstag, 12. September 2013, 13:39

Von weitem ist besser als nix. Ab und zu ist auch ein zutraulicheres Exemplar dabei, aber wenn immer nur einzelne Exemplare bei Aprilwetter unterwegs sind, kann es eben ein Weilchen dauern.
Trauermantel sehe ich auch nur auf der Alb und im Schwarzwald, hier im schwäbisch fränkischen Wald ist es dem wohl zu warm. Von A. iris war nix zu sehen (hier ist letztes Jahr viel Salix rausgenommen worden), vom kleinen Eisvogel sehe ich sonst auch nur einen oder zwei im Jahr, war wohl heuer eine günstige Kombi von Zeit und Ort (Crailsheimer Gegend). An manchen Tagen fliegt einfach (fast) alles, z.B. wie bei dir am 14. Mai.

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Donnerstag, 12. September 2013, 21:08

Schöne Grüße an Alle

Auch bei uns im Westsaarland gab es dieses Jahr sehr viele Edelfalter.
Kleine Füchse, Tagpfauenaugen und Admirale sind auf meinen
über 40 Buddleja ( 10 verschiedene Farben) jedes Jahr häufig.
Dieses Jahr gab es auch sehr viele Distelfalter.
Doch vor allem die Zitronenfalter und Schwalbenschwänze waren auffällig.
In sonnigen Mittagsstunden um die 15 Exemplare gleichzeitig. Wir haben sogar eine Schwalbenschwanzraupe in der Petersilie gefunden.
So viele habe ich noch nie gesehen.
Auch Mauerfuchs,C-Falter,Waldbrettspiel,Schachbrett,Gammaeulen,
Großer Perlmuttfalter,Kaisermantel,Kleiner Eisvogel, und vor allem der Postillion !!! waren im Naturschutzgebiet in jeweils deutlich größerer Zahl als sonst.
Im Naturschutzgebiet sind aber besonders die Widderchen und hier das Esparsetten,Hufeisenklee und Sechsfleck-Widderchen auf Schritt und Tritt aufgefallen.
Faulbaumbläulinge waren zahlreicher doch von den sonst so zahlreichen Kurzschwänzigen Bläulingen
habe ich dieses Jahr nicht viele gesehen.
Die Ehrenpreis-Scheckenfalterwaren auch unterdurchschnittlich.
Auch die Taubenschwänzchen sind erst seit der letzten Augustwoche häufig.
Nachts beim Leuchten sind mir außergewöhnlich oft der Nachtschwalbenschwanz,die Spanische Fahne!!! und der Lindenschwärmer aufgefallen.
Viele Grüße
Jürgen

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11

Samstag, 9. August 2014, 20:32

Hallo allerseits!

Einen Trauermantel habe ich nur 2006 mal gesehen - ohne ihn fotografieren zu können.

Und heute habe ich dann meine zweite Gelegenheit verpaßt... :S Am Sommerflieder eines Nachbarn saß heute Morgen einer. Und über unseren Hof flatterte ebenso am hellichten Tag ein Rotes Ordensband und setzte sich dann an die Wintergartentür. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Na ja, wenigstens das Ordensband hatte ich schon in früheren Jahren ablichten können.
Am Nachmittag bin ich dann nochmal mit Kamera raus und habe trotz des starken Windes 552 Fotos geschossen. Oder besser: wegen des Windes - in der Hoffnung, daß wenigstens eins von zehn vielleicht nicht verwackelt ist. :rolleyes:


Viele Grüße, Jürgen
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Samstag, 9. August 2014, 22:04

Hallo Jürgen

Trotzdem Glückwunsch. Die würde ich auch mal gerne sehen.
Aber Trauermantel und Rotes Ordensband wären hier wohl eine größere Sensation.
Also nur was zum träumen.
Wenn ich meinen Artikel vom 12. September 2013 lese denke ich mit Wehmut an 2013 zurück.
Zumindest was die Tagfalter angeht.
2014 ist trotz schönem Wetter auf ganzer Linie höchstens Durchschnitt.
Viele Grüße
Jürgen

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13

Samstag, 9. August 2014, 22:13

Hallo Jürgen,

Aber Trauermantel und Rotes Ordensband wären hier wohl eine größere Sensation.

also, Catocala nupta sollte eigentlich auch bei euch nicht selten sein. Vielleicht mal Armins Tipp hier ausprobieren? Ansonsten wäre ich überhappy, wenn es hier so eine Insekten- und Spinnenfauna wie im wärmebegünstigten Saarland gäbe. Und damit meine ich nicht nur Mantis religiosia... 8)


Viele Grüße, Jürgen
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Samstag, 9. August 2014, 23:25

Klimatisch begünstigt nützt auch nicht viel, wenn selbst in Naturschutzgebieten weggefräst und kleingehäckselt wird. Tyria jacobeae kannst Du hier z.B. mit der Lupe suchen. Trauermantel ist mir vor einer Woche wieder in der Raumünzacher Gegend bei der Arctophila-Pirsch untergekommen, hab aber nur von der Unterseite ein brauchbares Bild hinbekommen (Oberseite überbelichtet, da versehentlich M drin :pinch: ).

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15

Samstag, 9. August 2014, 23:51

Hallo Achim,

Klimatisch begünstigt nützt auch nicht viel, wenn selbst in Naturschutzgebieten weggefräst und kleingehäckselt wird.

ich ärgere mich schon, wenn wieder genau zum falschen Zeitpunkt die Wegränder streichholzkurz gemäht werden... :(

Zitat

Tyria jacobeae kannst Du hier z.B. mit der Lupe suchen.

Den finde ich hier auch erst seit vier, fünf Jahren regelmäßig. Aber auch nur an einer einzigen Stelle, einem vielleicht fünfzehn Meter breiten Brachstreifen zwischen Wald und Acker, wo es das einzige mir bekannte Vorkommen des Jakobskreuzkrauts gibt. Noch..., denn der Pächter versucht diesen Streifen auch noch mit Buchenschößlingen aufzuforsten.

Welcher Korbblütler? (23.06.09) --> Jacobskreuzkraut (Senecio jacobea)
"Gute Nacht"-Falter vom 04.07.12
Das roteste Rot... (25.05.11)
Bärenspinner (Arctiidae) vom 17.+23.06.11

Dafür habe ich hier z.B. eine solche ständig in den Foren gepostete Massenart wie den Zünsler Pyrausta despicata erst ein einziges Mal gefunden.


Viele Grüße, Jürgen
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16

Sonntag, 10. August 2014, 03:23

Hallo allerseits!

@ Jürgen

Catocala nupta ist meines Wissens und nach den Verbreitungskarten der Delattinia
in Perl noch nicht nachgewiesen.Nur 1970 in einem etwa 10 km entfernten Dorf in Frankreich
und wieder 1995 in 15km Entfernung.Da sieht es im Westsaarland also "mau" aus.
Das einzige Ordensband das ich hier zu Gesicht bekommen habe ist Catephia alchymista.
Dieses Jahr bereits zum 3 mal.
Trotzdem vielen Dank für den Link. Das Rezept "Ordensbandglück" :D werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Viele Grüße
Jürgen

@ Achim
"Klimatisch begünstigt nützt auch nicht viel, wenn selbst in
Naturschutzgebieten weggefräst und kleingehäckselt wird."

Ja so ist es!

Hier gibt es das selbe Problem.Darüber habe ich mich bereits beim Saarländischen Umweltministerium
beschwert. Am 1. Juli wird bei uns gemäht.Das ist viel zu früh.Auch wenn dieses Jahr etwas mehr
stehengelassen wurde.Man muß sagen ,dass es bei uns etwas besser wird. Gott sei Dank dass unsere Französischen Nachbarn (die Naturschutzgebiete grenzen aneinander) eine andere Auffassung von Naturschutz haben als die hier verantwortlichen.Dort wird im November,aber immer nur ein kleiner Teil, gemäht.Bei uns ist man so stolz auf die wenigen Orchideen die als Samen aus Frankreich den Weg auf die Deutscher Seite gefunden haben.
Nur, dass diese sich nicht bei uns vermehren können da sie gemäht werden noch bevor sie selbst
Samen produzieren können.

Aber das alles hat seinen Grund,

Es ist kein Witz. (oder doch?)
Es wird am 1.Juli gemäht weil es für den Staat billiger wird. Das Heu wird von dem der es mäht verkauft . Wenn das Heu länger steht, verliert es an Qualität und ist dann weniger wert.
Wenn der Staat verlangt dass später gemäht wird muß er Ausgleichszahlungen leisten.
So hat es mir die zuständige Mitarbeiterin des Ministeriums erklärt.

"Tyria jacobeae kannst Du hier z.B. mit der Lupe suchen."

Auch das hat seinen Grund.
Tyria jacobeae auch der Jakobskrautbär
Mit dem jenigen der bei uns die Wiesen mäht habe ich auch gesprochen.
Der hat mir erklärt warum am 1.Juli gemäht werden muß.
Es geht um die Bekämpfung des Jakobs-Greiskraut (auch Jakobs-Kreuzkraut genannt).
Ja, der Nahrungspflanze der Raupe von Tyria jacobeae. So schließt sich dieser Kreis.
Das Jakobs-Greiskraut ist giftig und die Pferde die unser Heu aus dem Naturschutzgebiet
zu fressen bekommen vertragen das nicht.
Schön ist, dass Tyria jacobeae wie viele andere Insekten Flügel hat und zwischen Frankreich und
Deutschland hin und her fliegen kann.

Mann muß eben wissen was man will.Naturschutz oder gutes Pferdefutter.

Viele Grüße
Jürgen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Jürgen« (10. August 2014, 13:11)


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17

Sonntag, 10. August 2014, 18:06

Hallo
Klimatisch begünstigt nützt auch nicht viel, wenn selbst in Naturschutzgebieten weggefräst und kleingehäckselt wird
Stimmt. Bei uns wird auch gemäht was geht. Die meisten Wiesen werden als landwirtschaftliche Fläche genutzt, bzw. sind umzäunt für junge Bäume oder anderes Gepflanztes. Ich glaub das es in der Umgebung gar keine wilde Wiese mehr gibt.
Es werden sogar die Vegetationen von wenig begangenen Wald- und Schotterwegen geplättet.

Ein aktuelles Beispiel aus meiner Umgebung ist der Bau von Windkraftanlagen kontra Schwarzstorch. Das Nest mit den Jungtieren wurde nach Beginn der Bauarbeiten entdeckt. Das derzeitige Ergebnis ist nun Folgendes: Die Schwarzstörche hätten den Baulärm bereits in Kauf genommen. Die Baustelle darf weitergeführt werden, aber Leute (also Spaziergänger usw.) dürfen nicht dorthin um die Störche nicht zu stören. Aber laut Zeitungsberichten versucht der Entdecker des Nestes eine Lösung zugunsten der Tiere zu erreichen.

Eigentlich sollte es so sein, das der Bau gar nicht erst hätte anfangen dürfen, weil das Nest bereits da war. Gut, wurde halt übersehen. Aber dann hätte der Bau eingestellt werden müssen.
Als unsere Windräder gebaut wurden war es das gleiche, aber hier wurde der Bau eingestellt bis die Tiere ausflogen.

Grüße,
Dennis

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Montag, 25. August 2014, 16:44

Hallo allerseits,

heute habe ich - mitten in der Stadt in einem Vorgarten (*) - erstmals seit 4 Jahren wieder ein Taubenschwänzchen (leider nur) gesehen :D (und Feuerwanzen unter den Linden am Rathaus).

(*) Wie ich gerade recherchiert habe, wohl an Zottigem Weidenröschen.


Viele Grüße, Jürgen
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