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  • »Dennis Rupprecht« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 26. Juli 2014, 19:28

Amphibische Ameisen?

Hallo

Neulich fielen mir bei Karden (Pflanzen der Gattung Dipsacus) ihre mit Wasser gefüllten Blattachseln auf.
Das sind Phytotelmata. In Wikipedia steht, dass in diesen Phytotelmata unter anderem auch amphibische Ameisen leben.

Was sind denn amphibische Ameisen?
Ich stelle mir da vor, dass sie ihr Nest in Wassernähe bauen und zeitweilige Überflutungen überstehen können.

Grüße,
Dennis

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2

Samstag, 26. Juli 2014, 19:39

Hallo Dennis,

setz doch mal einen Link von hier in die Hymenopteren-Rubrik. Vielleicht weiß Phil was dazu, aber ich bin mir nicht sicher, ob der auch in dieses Unterforum reinschaut.


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





  • »Dennis Rupprecht« ist der Autor dieses Themas

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3

Sonntag, 27. Juli 2014, 11:15

OK, hab ich gemacht.

Grüße,
Dennis

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4

Sonntag, 27. Juli 2014, 17:52

Hallo Dennis,

also so wirklich amphibische Ameisen gibt es nicht. Es gibt aber einige Arten, die zeitweise Überflutungen überstehen und ein paar wenige welche zum Schwimmen fähig sind (berühmtestes Beispiel: die australischen Mangrovenwaldbewohner Polyrhachis skolova).
Mit denen im Phytotelma-Artikel erwähnten "amphibischen" Ameisen sind sehr wahrscheinlich die Nepenthes bicalcatar (Kannenpflanze) Mutualisten Camponotus schmitzi gemeint. Die Ameisen haben ihr Nest in der Pflanze selbst, und können im Wasser der Kannenpflanze schwimmen und tauchen. Sie fischen dabei Insekten heraus, die in die Falle gefallen sind, und verwerten diese im Nest.
Das klingt zuerst nach einem Parasitismus, tatsächlich aber ist die Pflanze stark von den Ameisen abhängig: Der Kot der Ameisen dient der Pflanze als Dünger, ohne die Ameisen wäre die Pflanze nicht in der Lage, die gefangenen Insekten richtig zu verdauen. Als Gegenleistung bietet die Pflanze den Ameisen außerdem extraflorale Nektarien und den Nistraum. Die Symbiose ist schon länger bekannt, es wurde aber erst 2012 von Bazil et al. die tatsächliche Nahrungsbeziehung erforscht. Die Studie ist sogar frei zugänglich, und durchaus lesenswert: http://www.plosone.org/article/info%3Ado…al.pone.0036179

Wem wissenschaftliche Papers nicht so liegen, hier ein guter, zusammenfassender Artikel: http://blogs.discovermagazine.com/notroc…ants/#more-6904

Grüße, Phil

  • »Dennis Rupprecht« ist der Autor dieses Themas

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5

Montag, 28. Juli 2014, 16:01

Hallo Phil

Das ist ja sehr interessant, danke für den Link.

Grüße,
Dennis