Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Insektenfotos.de-Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

  • »Heiner Matthias« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 144

Registrierungsdatum: 28. Mai 2009

Wohnort: Paderborn

  • Private Nachricht senden

1

Sonntag, 17. April 2016, 21:25

Immer weniger Insekten...

Hallo,

Immer weniger Insekten lautet die Überschrift einer großen überregionalen Zeitung. Obwohl der Inhalt allen Lesern dieser Internet-Ecke sicher aus eigener Erfahrung bekannt sein sollte, ist der Artikel durchaus lesenswert.
Aber vielleicht sollte der Autor auch mal häufiger in Foren wie diesem hier vorbeischauen: "Die Wildbienen im Anflug auf den Bienenstock" (Unterschrift 1. Bild) sehen für mich doch eher wie stinknormale Honigbienen aus. Und was der Monarchfalter auf dem 2. Bild in diesem Zusammenhang soll, erschließt sich mir auch nicht so recht.
Wie unten im FAZ-Artikel verlinkt, ist vor einer Woche ein ähnlicher Artikel erschienen. Ich bezweifele aber, dass solche Artikel irgendeinen nachhaltigen Effekt auf das Bewusstsein von Politikern und Nicht-Politikern haben.

Freundliche Grüße,
Heiner

Beiträge: 63 440

Registrierungsdatum: 8. Juli 2005

Wohnort: 33829 Borgholzhausen/Ostwestfalen (MTB 3815), ca. 120 m NN

  • Private Nachricht senden

2

Montag, 18. April 2016, 20:50

Hallo Heiner,

mir selber ist auch schon aufgefallen, daß hier selbst bei gutem Wetter insgesamt "viel weniger fliegt". Selbst wenn ich um diese Jahreszeit früher, weil noch wenige Fluginsekten wegen kühler Witterung unterwegs waren, Steine und Holzstücke am Wald umdrehte, wimmelte und wuselte es darunter vor Käfern, Springschwänzen, Asseln, Saftkuglern, Spinnen usw. Jetzt so gut wie gar nichts, höchstens mal ein paar Ameisen. Nachts am Licht vermisse ich selbst die sonst fast das ganze Jahr über üblichen kleinen Fliegen und Mücken, geschweige denn Falter. Oft ist der Pappschirm einfach leer. Sogar meiner Nachbarin, die sich sonst nicht für Insekten interessiert, ist schon aufgefallen, daß bei nächtlichen Autofahrten kaum noch was im Scheinwerferkegel auftaucht...

Über die Ursachen will und kann ich nicht spekulieren. Was mir allerdings immer wieder auffällt, sind das sinnlose Abmähen von Acker- und Wegrändern, das Abholzen von artenreichen Hecken und das "Loswerden" angefallener Gülle auf den kleinsten Flächen.


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





  • »Heiner Matthias« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 144

Registrierungsdatum: 28. Mai 2009

Wohnort: Paderborn

  • Private Nachricht senden

3

Samstag, 7. Mai 2016, 11:03

Hallo Jürgen und alle entomologisch Interessierten,

falls sich noch jemand hierhin verirrt, hier ein Tipp:
Über die Ursachen will und kann ich nicht spekulieren.
Im Entomologie-Forum stellt Herbert Nickel eine überzeugende Theorie über den Insektenschwund der letzten Jahre auf. Schaut man sich in der Landschaft um, fällt ja schon auf, dass es kaum noch Weidetiere gibt. Und wenn jemand wie Herbert Nickel dies auch wissenschaftlich nachweisen kann, ist das parallele Auftreten von Insekten- und Weidetiere-Rückgang sicher keine zufällige Koinzidenz.

Schöne Grüße,

Heiner

Beiträge: 63 440

Registrierungsdatum: 8. Juli 2005

Wohnort: 33829 Borgholzhausen/Ostwestfalen (MTB 3815), ca. 120 m NN

  • Private Nachricht senden

4

Samstag, 7. Mai 2016, 12:31

Hallo Heiner,

Im Entomologie-Forum stellt Herbert Nickel eine überzeugende Theorie über den Insektenschwund der letzten Jahre auf. Schaut man sich in der Landschaft um, fällt ja schon auf, dass es kaum noch Weidetiere gibt

ja, den Post habe ich auch gelesen. Fand ich sehr interessant. Aber man muß das wohl in größerem Maßstab sehen, als ich hier überblicken kann. Denn hier in der Region hat sich hinsichtlich der Weiderinder in den letzten Jahren nicht sehr viel geändert: man sieht ab und zu ein paar Kühe auf den Wiesen, aber nicht sehr viele. Daran hat sich in den letzten geschätzt 20 Jahren nicht sehr viel geändert. Einen wirklich auffallenden Schwund an Insekten registriere ich hier allerdings erst seit ca. drei, vier Jahren.
Vor 10 Jahren gab es hier viel mehr Insekten, allerdings auch schon viel weniger als in meiner Kinder- und Jugendzeit (1960er-, 70er-Jahre) auf dem Land, wo jederzeit viele Rinder auf den Wiesen standen. Aber das sind wie gesagt nur meine persönlichen Erfahrungen, keine quantitativ erfäßten Beobachtungen. Deshalb schrieb ich, daß ich über die Ursachen nicht spekulieren kann und will.


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





Beiträge: 123

Registrierungsdatum: 7. Januar 2015

Wohnort: Saarland, Beckingen-Reimsbach * MTB 6506 * ca. 226m ü. NN

  • Private Nachricht senden

5

Samstag, 7. Mai 2016, 13:53

Hallo zusammen,

man merkt es schon, dass es nicht mehr so viel krabbelt und fliegt. Die besagte Nachtschau der Insekten fällt eher bescheiden. Das ein SUV nach 300 Km Autobahn fast blank ist, spricht auch für sich. Noch vor etwa 10 Jahren hatte man auf so einer Strecke im Sommer Probleme die Sicht zu behalten. Bestätigung findet sich auch bei den Ornithologen. Prof. Peter Berthold hat schon vor einigen Jahren für die Sommerfütterung der Wildvögel geworben, sehr zum Leidwesen des Nabu. So sind immer mehr Vogelbruten aufgrund von Insktenmangel verhungert. Das Ganze ist aber regional sehr unterschiedlich. Was die Felder betrifft, gebe ich Jürgen vollkommen Recht, im Saarland sieht es nicht besser aus, Felder = kahle Landschaft. Mit der Gülle ist es nicht anders, die wird ausgebracht, bis nichts mehr zappelt und dann werden ja noch die "Umwelt schonenden Pestizide" gefahren.

Den interessanten Artikel von Herbert Nickel hab ich auch gelesen, wenn man sich dann auf den Feldern umschaut, bekommt das Ganze ein Gewicht.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende
Gruß aus dem Saarland

Udo-Walter

-------------------------------------------------------

Ohne Fundortangabe gelten die Profildaten

Beiträge: 119

Registrierungsdatum: 8. Juli 2011

Wohnort: Rheintal

  • Private Nachricht senden

6

Mittwoch, 26. April 2017, 13:42

Da kommt wohl Einiges zusammen. Auch Klimaeffekte könnten eine Rolle spielen. Kühle Frühjahrswochen, wie auch dieses Jahr, zahlreiche Sturmereignisse, Sommerregen und Überschwemmungen. Dazu intensive und oft insektenschädliche Garten- und Landschaftspflege, Agrochemie, Futterunverträglichkeiten, abnehmende Phytodiversität, Ausbreitung von Neozoen ... und und ... und. Ein Anreiz, möglichst mehr für den Naturschutz zu tun.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »karlheinz« (26. April 2017, 15:50)