Doppelbuchtiger Marienkäfer (Calvia
quatordecimguttata),
Zehnfleckiger Marienkäfer (Calvia decemguttata),
Zweipunkt (Adalia bipunctata),Zehnpunkt (Adalia decempunctata),
Fünfpunkt (Coccinella quinquepunctata),
Siebenpunkt (Coccinella septempunctata),
Augenmarienkäfer (Anatis ocellata),
Gebirgs-Marienkäfer (Aphidecta obliterata),
Nierenfleckiger Kugelkäfer (Chilocorus renipustulatus),
Vierfleckiger Kugelkäfer (Exochomus quadripustulatus),
Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata),
Vierzehnpunkt (Propylea quatordecimpunctata),
Siebzehnpunkt (Tytthaspis sedecimpunctata),
Zweiundzwanzigpunkt (Psyllobora vigintiduopunctata),
Glänzender Marienkäfer (Rhyzobius Chrysomeloides),
Rötlicher Kugelkäfer (Scymnus haemorrhoidalis)
(Klicken auf Bilder für größere Fotos)
Körperlänge 4,5-6 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Zehnfleckiger Marienkäfer (Calvia decemguttata), links Larve
Körperlänge 5-6,5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Links: Vierfleckiger Kugelkäfer (Exochomus quadripustulatus)
Körperlänge 3-5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Rechts: Nierenfleckiger Kugelkäfer (Chilocorus renipustulatus)
Körperlänge 4-5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Links: Gebirgs-Marienkäfer (Aphidecta obliterata), helle Variante
Körperlänge 3,3-5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Rechts: Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata)
Körperlänge 4-6 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Siebenpunkt (Coccinella septempunctata)
Körperlänge 6-8 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Siebenpunkt (Coccinella septempunctata), rechts kleinpunktige Variante
Siebenpunkt (Coccinella septempunctata), Larve
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Links: Fünfpunkt (Coccinella
quinquepunctata)
Körperlänge 3-5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Rechts: Fünfpunkt (Coccinella quinquepunctata) und Siebenpunkt (Coccinella septempunctata)
Augenmarienkäfer (Anatis ocellata)
Körperlänge 8-9 mm
Vierzehnpunktmarienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata), links und Mitte dunkle, rechts helle Form
Vierzehnpunktmarienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata), links: weitere helle Form, rechts: Larve
Körperlänge 3,5-4,5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Zweipunkt (Adalia bipunctata)
Links: rote Variante
Rechts: schwarze, rotschultrige Variante
Zweipunkt (Adalia bipunctata), Larve
Zweipunkt (Adalia bipunctata)
Links: weitere schwarze, rotschultrige Variante
Rechts: rotschwarze Variante mit Fleckenaberration
Körperlänge 3,5-5,5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis), links dunkle, rechts helle Form
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis), links helle, rechts rote Form
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis), links rote und schwarze Form, rechts mit Vierfleckigem Kugelkäfer
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis), großfleckige Form
Körperlänge 6--8 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
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Zehnpunkt (Adalia decempunctata)
Links oben: schwarzorange Variante, rechts oben: orangeweiße Variante
Links Mitte: braungelbe Variante, Mitte Mitte: gelbbraune
Mondfleck-Variante,
rechts Mitte: gelbe Variante
Links unten: gelbbraune Mondfleck-Variante, rechts
unten: gelbbraune Vierfleck-Variante
Körperlänge 4-5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Zweiundzwanzigpunkt (Psyllobora vigintiduopunctata)
Oben: Imago
Unten: Larven
Körperlänge 3-4,5 mm
Reife Tiere ganzjährig (überwintert als
Imago)
Links: Glänzender Marienkäfer (Rhyzobius chrysomeloides)
Körperlänge 3-4 mmRechts: Rötlicher Kugelkäfer (Scymnus haemorrhoidalis)
Körperlänge 1,8-2,8 mmSiebzehnpunkt (Tytthaspis sedecimpunctata)
Körperlänge 2,5-3 mmReife Tiere ganzjährig (überwintert als Imago)
Fast jeder kennt unter den Marienkäfern den Siebenpunkt (Coccinella septempunctata) und den kleineren Zweipunkt (Adalia bipunctata) mit ihrer halbkugeligen Form und den roten Flügeldecken mit schwarzen Punkten. Dabei gibt es in Mitteleuropa über 70 Marienkäferarten, weltweit gar 4300.
Der sicheren Erkennung abträglich ist die enorme
Farbvariabilität einiger Arten, etwa des Zweipunkts, der mit zwei
schwarzen Punkten auf rotem Grund, aber auch - quasi invertiert -
mit zwei oder mehreren roten Punkten oder Flecken auf schwarzem
Grund vorkommen kann. Oben ist neben der roten auch die relativ
selten vorkommende schwarze Form mit roten Schultern
abgebildet.
Der Identifizierung für den Laien noch abträglicher ist die
Tatsache, daß es auch noch diverse andere, etwa gleichgroße
Marienkäferarten mit roten Flecken auf den schwarzen Flügeldecken
gibt. Im Gegensatz zum Zweipunkt ist deren Zeichnung aber meist
konstant, so daß man sie recht zuverlässig an der Form der Flecken
erkennen kann. Oben abgebildet sind der Vierfleckige Kugelkäfer
(Exochomus quadripustulatus) und der Nierenfleckige
Kugelkäfer (Chilocorus renipustulatus).
Noch variabler als der Zweipunkt ist der der gleichen Gattung angehörende Zehnpunkt (Adalia decempunctata). Bei den verschiedenen Farbformen dieses Käfers würde man kaum auf die Idee kommen, daß sie ein- und derselben Art angehören. Sie kommen aber durchaus, wie die alle in relativ kleinem Umkreis (1-2 km) aufgenommenen Bilder zeigen, im selben Gebiet vor und pflanzen sich auch untereinander fort.
Vom Gebirgs-Marienkäfer (Aphidecta obliterata) ist hier nur die helle Variante abgebildet. Es gibt auch eine schwarze Form mit vier länglichen, größeren gelben Flecken.
Weniger variabel sind hingegen der bekannte
Siebenpunkt (Coccinella septempunctata), der
Sechzehnfleckige Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata), der
Augenmarienkäfer (Anatis ocellata), die
beiden Calvia-Arten und der
Zweiundzwanzigpunkt (Psyllobora vigintiduopunctata). Bei
ersterem variiert nur manchmal die Größe der schwarzen Flecke, kaum
jemals die Farbe. Beim Siebzehnpunkt (Tytthaspis
sedecimpunctata), welcher oft in großen Ansammlungen in
Gebäuden überwintert, können die schwarzen Flecke zu verschiedenen
Zeichnungen zusammenfließen.
Auch der kleinere und seltenere "Bruder" des Siebenpunkts aus
derselben Gattung, der Fünfpunkt (Coccinella
quinquepunctata), ist wie letzterer kaum variabel. Ihm fehlen
gegenüber seinem großen Verwandten die zwei Schulterpunkte. Die
Lebensweise ist ansonsten ähnlich. Der Augenmarienkäfer
(Anatis ocellata) ist unser größter
Marienkäfer und aufgrund seiner Größe und Färbung
unverwechselbar.
Wegen ihrer unauffällig braunen Färbung untypische Marienkäfer sind Rhyzobius chrysomeloides und Scymnus haemorrhoidalis. Sie sind nützliche Schild- bzw. Blattlausvertilger vor allem an Nadelbäumen. Die Larven der letzteren Gattung schützen und tarnen sich durch Wachsausscheidungen.
Die meisten Marienkäfer (auch die Larven) sind als eifrige Blattlausvertilger nützlich und werden teilweise auch zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Die beiden Kugelkäfer (Exochomus quadripustulatus und Chilocorus renipustulatus) sind vorrangig Schildlausvertilger und daher eher an den Stämmen von Bäumen als in der krautigen Vegetation anzutreffen.
Wegen seiner Eigenschaften als Blattlausvertilger wurde der ursprünglich in Ostasien (Japan, China) beheimatete Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) auch in diverse westliche Länder eingeführt. Doch leider hat er sich dort als fast etwas zu lebenstüchtig erwiesen und bei seiner starken Ausbreitung (in Deutschland z.B. vor allem im Raum Hamburg und Frankfurt, doch er ist auch schon vielfach an anderen Orten aufgetaucht) einheimische Arten verdrängt. In den USA ist der Käfer inzwischen sogar schon zu einer regelrechten Plage geworden, der im Winter in großen Schwärmen in Häuser eindringt, bei Menschen allergische Reaktionen hervorruft und bei Blattlausmangel auch andere Kleininsekten, Schmetterlingseier (auch die des berühmten Monarch-Falters) und sogar Obst frißt. In Deutschland drohen mittlerweise Strafen von 4000-5000 Euro für das unkontrollierte Freisetzen der Art.
Der Sechzehnfleckige Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata) und der Zweiundzwanzigpunkt (Psyllobora vigintiduopunctata) sind hingegen keine Jäger, sondern ernähren sich vornehmlich von Mehltaupilzen.
Alle hier vorgestellten Marienkäfer überwintern
als erwachsene Tiere (Imagines), meist unter Laub oder im Boden.
Einige Arten, wie etwa den Zweipunkt, kann man jedoch auch im
Herbst und Winter oft in Häusern finden, wo die Tiere Zuflucht vor
der Kälte suchen. Wenn man welche findet, sollte man sie in einen
kühlen, aber frostfreien Raum (oder Schuppen, Stall o.ä.) setzen,
aus dem sie im Frühjahr selbst einen Weg nach draußen finden
können.
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