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1

Donnerstag, 2. November 2017, 12:48

Infos zu Bläulingswiesen

Hallo,

Ich suche für eine Fotoexkursion mit Freunden im nächsten Sommer
Standorte von Bläulingswiesen in der Umgebung von Kassel (50km).
Hat jemand Tipps ?
Danke,
Franzi

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2

Donnerstag, 2. November 2017, 22:29

Hallo,

falls sich hier niemand meldet, versuch's mal im Lepiforum. Da gibt es bestimmt kenntnisreiche Leute auch aus der Gegend.


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





3

Samstag, 11. November 2017, 10:43

Infos von Hessen-Forst

Auf der Seite der Hessischen Forstverwaltung habe ich einen Beitrag gefunden, in dem Standorte des Thymian-Bläulings in Nordhessen angegeben sind.

Außerdem interessante Details zu Lebensweise und Standortansprüchen u. Standortveränderungen in den letzten Jahrzehnten.

(zumeist Umwandlung extensiver Weiden in Wald oder Brache)

https://www.hessen-forst.de/uploads/fena…syche_arion.pdf

Gruß,
Anna

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4

Mittwoch, 24. Januar 2018, 15:21

Mähzyklen und Infos Weiden für Bläulinge

Hallo Anna,

Ich hatte mich gar nicht für den Link bedankt.
Darin sind für den Thymianbläuöing natürlich sehr spezielle Lebensräume beschrieben, die sehr selten sind.
Ich dachte eher an die typischen Gebiete mit zB. Bergkronwicke, Wiesen - Platterbse , Margarithen, Weiß- u. Rotklee u.a.

Ich habe mal einige Anfragen per Email zum Thema Bewirtschaftung von Bläulingsweiden und Wiesen gemacht,
falls ein Kunde auf mich als Gärtnermeisterin zukommt.

Hier die Ergebnisse: In einigen öffentlichen Bewirtschaftungsplänen für geschützte Gebiete wird auf alle Fälle vor dem 15.06. und gar nicht
zwischen dem 15.06. und 15.09. gemäht (Standorte ab 200 mNN). Möglich ist eine zweite Mahd.

Für einen Standort am Rhein gibt es einen langjährigen Pflegeplan, der eine Mahd bis zum 20.05. vorsieht.

Gebiete mit Beweidung waren in meiner Umfrage keine dabei, es wäre aber sicher zweitweise, zB bis Anfang Juni
und ab Ende August möglich.

Das Ergebnis macht für mich auch Sinn, denn eine frühe Mahd verringert die Konkurrenzkraft der Gräser und zu den
Zeiten, zu denen sich die Schmetterlingsblütler entwickeln und blühen, greift der Mensch nicht ein.

viele Grüße,
Franzi

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5

Sonntag, 4. März 2018, 12:10

Wildschweinschäden an Bläulingswiesen

Hallo Forum,

Hier noch ein Info zu den von mir aktuell beobachteten Bläulings-Standorten mit wilden Klee- , Erbsen u. Wickenarten. Einen vielleicht in der Diskussion um das Abnehmen von Tagfaltern bisher noch nicht diskutierten Aspekt konnte ich jetzt von Dezember bis heute an einer 2 Ha großen Weide in Waldnähe beobachten. Etwas 25% der Fläche ist bis heute von Wildschweinen umgewuehlt worden, so dass blanke Erde zu sehen ist. Wenn dabei auch Falterraupen u. Puppen von den Wildschweinen gesucht wurden, sollte man im Sommer weniger Bläulinge an diesem Ort sehen.

Gruesse, Franzi

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6

Sonntag, 4. März 2018, 17:40

Hallo Franzi,

diese Annahme halte ich für eher gewagt. Manche Tagfalter nehmen hier im Nordwesten zu, andere, das sind die anspruchsvolleren, haben in den vergangenen Jahrzehnten Federn gelassen. Ein Beispiel für eine Zunahme und Arealexpansion ist hier in Ostfriesland zurzeit der Kaisermantel Argynnis paphia, den es hier bis vor etwa zwanzig Jahren nur als seltenen Gast gegeben haben soll. Abgenommen haben bzw, verschwunden sind Arten wie Kommafalter Hesperia comma, Goldener Scheckenfalter Euphydryas aurinia sowie viele weitere.

Es mag mein subjektives Empfinden sein, aber für mich ist der wesentliche, wenn nicht sogar ausschließliche Grund für das Verschwinden von Insekten- und anderen Tier- und Pflanzenarten das flächendeckende Düngen (und Spritzen). Man muss nur Bereiche aufsuchen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden und, zack, sieht es schon ganz anders aus. Übrigens selbst dann, wenn diese Flächen von Landwirtschaft umgeben werden. Das Wildschwein muss schon für alles Mögliche herhalten, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Fehler sollten wir besser bei uns selbst suchen. Da sollten wir auch fündig werden ^^

Beste Grüße von Frank

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7

Sonntag, 4. März 2018, 18:00

Das Thema ist nicht ganz uninteressant, ähnlich das der Populationsgrössen. Meine Bläulingsbeobachtungen für ein ganz "normales" Jahr, beliefen sich trotz intensiver Suche 2018 auf ca. 10 Tiere(!), die sich auf immerhin 5 Arten verteilten. Naja, es gibt sie also tw doch noch ... 8)

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8

Donnerstag, 8. März 2018, 15:11

Zusatz Wildschweine

Hallo Frank,

Ich wollte hier keine lange erneute Diskussion anfachen.
Natürlich gibt es spezielle Falterarten an den für sie passenden Biotopen
(meist gehört ja ein Getreidefeld, egal ob konventionell oder bio. bewirtschaftet
sowieso und noch nie dazu ( auch nicht idyllisch mit Klatschmohn, ebensowenig wie ein Golfplatz, ein Industriegebiet oder ein Garten,
der nur aus Rasen und "Raketenwacholder" besteht). wobei ein Landwirt janoch mit der Fruchtfolge und seiner Bewirtschaftung für einen
Lebensraum sorgt, wohingegen versiegelte Flächen ökologisch tot sind.

Ich fand nur die Beobachtung der hohen Schadensrate durch Wildschweine in der Weide bemerkenswert
und werde an diesem Standort mal beobachten, wie sich die gestörten und ungestörten Flächen
entwickeln. In der Regel ist die Samenbank im Boden sehr groß und der Bewuchs schließt sich schnell innerhalb des Frühjahrs wieder.
Die Auswirkungen auf Raupen und Puppen kann ich ja nur vermuten.
Ich bin kein Entomologe und kann hier keine Forschung ersetzen.

beste Grüße,
Franzi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FranziNeumann« (7. Mai 2018, 15:54)


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9

Donnerstag, 8. März 2018, 16:46

Hallo Franzi,

mein Beitrag war ja nicht böse gemeint, aber ich finde es eben nicht so prickelnd, wenn immer gleich von einem Schaden die Rede ist, sobald das Wildschwein irgendwo und irgendwann etwas macht, das es machen muss, um zu überleben. Wildschweine buddeln seit baffzigtausend Jahren, ohne dass irgendeine Art dadurch ausgestorben wäre. Natürlich erbeuten sie auch mal eine Schmetterlingsraupe, aber das tun andere Tiere ja auch, ohne dass es ihnen jemand verwirft.

Im Wikipedia-Artikel über das Wildschwein sollte im Absatz "Beschreibung" noch das Adjektiv "generalschuldig" hinzugefügt werden :D

Und ich bin auch kein Menschenfeind – wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel Humor habe –, aber ich frage mich schon, was in diesem Land los wäre, wenn auf jedem Quadratkilometer 230 Wildschweine lebten. So viele Menschen sind es nämlich im Schnitt! Die Folgen sind bekannt, die Konflikte mit anderen Erdenbürgern vorprogrammiert. Statt diese anderen Erdenbürger für alles Negative verantwortlich zu machen, sollten wir wirklich mal von unserem hohen Ross steigen, um in den Genuss eines Perspektivwechsels zu kommen. Vielleicht ginge dann dem einen oder anderen Zeitgenossen ein Licht auf. Wirklich daran glauben kann ich allerdings nicht. Alles, was hier um mich herum passiert (Landschaftsgestaltung und -verbrauch), spricht leider eher dagegen. Und das darf auch nicht verwundern, denn den meisten Menschen ist es völlig egal, ob es bei uns noch Scheckenfalter, Jagdspinnen, Kreuzottern oder Neuntöter gibt. Sie kennen sie nicht einmal, wie sollten sie sie auch vermissen?

Eigentlich bin ich ein gnadenloser Optimist, doch in diesem einen Punkt will das nicht mehr klappen. Ich befürchte Schlimmstes für die Zukunft :sad:

Ich fand nur die Beobachtung der hohen Schadensrate durch Wildschweine in der Weide bemerkenswert.

Wie bereits geschrieben, nur dieses eine Wort in deinem Satz halte ich für unpassend.

Du sollst das ja durchaus im Auge behalten und auch darüber berichten, was sich dort künftig tut. Interessant ist die Geschichte ja :)

Beste Grüße von Frank

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10

Montag, 7. Mai 2018, 16:02

Beobachtung Bläulingswiese

Hallo,
Ja ich war eine ganze Weile nicht online, daher auch keine Antwort auf die Anmerkung des Vorgängers.


Ich habe aber die Fläche bis heute mehrmals beobachtet. Inzwischen sind wie vorausgesagt, die offenen Stellen zwar noch erkennbar aber schon deutlich zugewachsen.
Es ist schon ein anderer Bewuchs an Gräsern und Blütenpflanzen, als auf benachbarten Weiden, der daher kommt, dass spezifisch gemäht (2x jährlich) und gedüngt wird.
(Phosphor/Kaliumreich beu neutralem pH für Schmetterlingsblütler). Ohne diese Art der Bewirtschaftung und ohne die angrenzenden Heckengehölze würde es hier keine Bläulinge geben.

schöne sonnenreiche Maitage :sonne: ,
Franzi

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11

Freitag, 11. Mai 2018, 11:48

Moin Franzi,

mich würde mal interessieren, um welche Art(en) es hier genau geht. Leider erwähnst du das mit keinem Wort.

Beste Grüße von Frank