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1

Donnerstag, 23. August 2018, 13:44

Blattlaus und unbekannte Insekten? --> Anthrenus sp. Larve; mißgebildeter Ohrwurm (Vermutung)

Hallo,
nur die von mir nicht näher identifizierbare 3mm große Röhrenblattlaus vom Wiener Kahlenberg am 28. Mai gehört sicher in diese Rubrik. Wohin die beiden anderen Tierchen ressortieren kann ich nicht mal ahnen.
Foto 4: 4mm, Wiener Kahlenberg am 18. April
Foto 5: 6mm, Wiener Leopoldsberg am 28. Mai
Bin schon gespannt...
Beste Grüße,
Konrad
»zobel« hat folgende Bilder angehängt:
  • 3mm Röhrenblattlaus K-Berg180528 (1).jpg
  • 3mm Röhrenblattlaus K-Berg180528 (2).jpg
  • 3mm Röhrenblattlaus K-Berg180528 (3).jpg
  • 4mm K-Berg180418.jpg
  • 6mm Larve L-Berg180528.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zobel« (23. August 2018, 18:41)


2

Donnerstag, 23. August 2018, 15:45

Hallo Konrad,
mit der Blattlaus kann ich leider nicht behilflich sein - das Tier von dem 4. Bild aber sieht für mich verdächtig nach einer Larve des Museumskäfers (Anthrenus museorum) aus. Ich bin mir gar nicht sicher, dass es wirklich die Art ist - aber da hat man zumindest eine Anlaufstelle bei den Käferleuten, die werden es bestimmt weiter aufschlüsseln.
Das letzte Bild ist wirklich schwer. Ich würde an dieser Stelle sehr vorsichtig auf Staphylinidae tippen (d.h. Käferleute zu fragen wäre hier vielleicht auch nützlich), bin aber gespant, was es wirklich ist.
Schöne Grüße
Viktor

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3

Donnerstag, 23. August 2018, 16:44

Hallo Konrad,

das letzte Tier sieht für mich nach einem halbierten Ohrwurm aus... :aua:

Viele Grüße
Jürgen

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4

Donnerstag, 23. August 2018, 18:27

Hallo Viktor,
vielen Dank. Werde mal die bisher von mir gesichteten Anthrenus-Arten auf ihre Larven hin anschauen.

Hallo Jürgen,
HAHA. Die Frau ohne Unterleib! Oder, falls es doch ein Mann ist, dann hat er wirklich den Schwanz eingezogen!
Oder ist es vielleicht der legendäre Zieharmonika-Ohrwurm?
Mit den fehlenden Zangen wird man die Wahrheit vielleicht nie ans Licht zerren können...
Beste Grüße.

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5

Donnerstag, 23. August 2018, 18:39

Hallo Viktor,
auf koleopterologie.de hab ich jetzt drei Anthrenus sp. Larven-Abbildungen gefunden, wovon eine der meinen täuschend ähnlich sieht (anscheinend aber doch nicht bis Art-Niveau bestimmbar), so dass ich mal davon ausgehe, dass Du den Nagel auf den Kopf getroffen hast.
Beste Grüße,
Konrad

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6

Donnerstag, 23. August 2018, 18:50

Hallo Jürgen (Peters),
wenn Du das liest, könntest Du bitte den ganzen Thread rüber in die Käferrubrik verschieben? Denn dort gehört meine Anfrage (bis auf die Blattlaus) eigentlich hin.
Danke
und beste Grüße,
Konrad

7

Donnerstag, 23. August 2018, 19:08

@Konrad: hab' ich mir doch gedacht, dass ich solche Gestalten immer mal wieder in Museumssammlungen (leider) gesehen habe;)

@Jürgen: auf den abgehackten Ohrwurm war ich nicht gekommen (obwohl am Anfang in Richtung basaler Insektengruppen gedacht), jetzt wo Du es aber sagst, passt das am besten.
Schöne Grüße
Viktor

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8

Donnerstag, 23. August 2018, 23:05

Ja, aber da erlaub ich mir schon, noch mal nachzufragen: "Abgehackt" ist der ja wohl nicht. Also doch einfach eine Missbildung?
Beste Grüße,
Konrad

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9

Freitag, 24. August 2018, 16:37

Hallo Konrad,

Zitat

"Abgehackt" ist der ja wohl nicht. Also doch einfach eine Missbildung?

ich würde es so sagen: Wenn er nicht abgehackt ist, dann ist es eine Fehlbildung. ;)

Hat er sich noch bewegt? Bei einer Mißbildung würde ich erwarten, daß auch die hinteren Segmente noch vorhanden sind, wenn auch in verkümmerter Form. Bei deinem Tier hören für mich die Segmente abrupt auf, der hintere Teil sieht für mich nicht nach Chitin aus. Allerdings habe ich auch noch keinen Ohrwurm geöffnet und weiß daher auch nicht, wie sie innen aussehen. :D

Viele Grüße
Jürgen

10

Freitag, 24. August 2018, 17:17

Hallo Konrad und Jürgen,
für mich sieht es aus, dass das Tier schon tot war (so eine Beinstellung kann ich mir bei einem lebenden nicht vorstellen), und evtl. sogar schon ein Weilchen, dass das Innere bereits austrocknen konnte und das Hinterteil durch eine äußere Einwirkung (ob abgehackt, einfach abgerissen oder sonst etwas) entfernt wurde. Das was wie eine breite konusartige Erhebung am Hinterende aussieht ist meiner Meinung nach der letze gebliebene Sternit von oben (d.h. von innen) gesehen. Dass es eine Missbildung wäre, also das Tier fast ohne Hinterleib (und somit etwa ohne die Malpighischen Gefäße oder Herz) leben würde, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen.
Schöne Grüße
Viktor

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11

Freitag, 24. August 2018, 19:53

Hallo Viktor,

Zitat

Das was wie eine breite konusartige Erhebung am Hinterende aussieht ist meiner Meinung nach der letze gebliebene Sternit von oben (d.h. von innen) gesehen.

jetzt, wo Du es sagst, kann ich es auch erkennen. Ich denke, das ist wirklich die schlüssige Erklärung. :)

Viele Grüße
Jürgen

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12

Freitag, 24. August 2018, 23:57

Hallo Viktor und Juergen,
vielen Dank fuer Eure ufschlussreiche Muehe. Es tut mir leid, ein totes Tier abgelichtet bzw. ins Forum gestellt zu haben (ich weiss, dass das nicht gewuenscht ist, aber hab ehrlich gesagt gar nicht an diese Moeglichkeit gedacht, war wohl vom Aussehen zu fasziniert).
Nochmals Danke und beste Gruesse,
Konrad