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  • »Manfred Zapf« ist männlich
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Über mich: Naturverbunden war ich schon immer und fotografiere seit meinem (Un-)ruhestand alles, was da so "kreucht und fleucht".

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1

Mittwoch, 22. Juli 2020, 14:23

welche winzige Wespe?

Hallo,
eigentlich hatte ich ja nur die Raupe von Tyria jacobaeae fotografieren wollen (die ich schon des Öfteren gefunden habe, die mir aber immer wieder ob ihrer auffälligen Färbung sehr gefällt) und erst am PC hatte ich entdeckt, dass da eine winzige Wespe drauf sitzt. Die ist aber wohl vermutlich zu klein, als dass man sie genauer bestimmen könnte oder ist da doch zumindest eine Eingrenzung möglich? Ich tappe völlig im Dunkeln. Gefunden hatte ich sie am 8.7.2020 am Rand einer Ziegenweide (dort finde ich sie regelmäßig) oberhalb von Gernsbach
Vielen Dank und viele Grüße,
Manfred
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2

Mittwoch, 22. Juli 2020, 15:06

erst am PC hatte ich entdeckt, dass da eine winzige Wespe drauf sitzt. Die ist aber wohl vermutlich zu klein, als dass man sie genauer bestimmen könnte oder ist da doch zumindest eine Eingrenzung möglich?

Hallo Manfred,

es ist wohl eine Erzwespe die gerade für Nachwuchs bei deiner schönen Raupe sorgen will. Aber eigentlich ist die Raupe schon zu groß als dass die Wespe noch Eier darin versenken möchte. Vielleicht ist sie schon geschlüpft oder ruht sich auch nur auf der Raupe aus. Der Spekulation ist Tür und Tor geöffnet.

Auf meinem Foto kann man genau sehen, wie sie ihren Legestachel in die Raupe versenkt. Meist legt die Erzwespe aber ihre Eier in Larven der Brackwespen. Das könnte bei deiner Raupe auch der Fall sein. Sie sieht ja ziemlich dick aus. Sie könnte von Brackwespen infiziert sein.
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  • erzwespe26530ga06.jpg
Liebe Grüße, Helga

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3

Mittwoch, 22. Juli 2020, 18:02

winzige Wespe

hallo Helga,
ich denke, der Spekulation ist nur sehr begrenzt Tür und Tor geöffnet, denn es sollte schon so sein, dass sie auf der Suche nach einem "Lebensraum" für ihren Nachwuchs war, nichts anderes ist ja ihr Lebenszweck. Von der Gesamterscheinung her geht es mit "Erzwespe" sicherlich in die richtige Richtung.
Deine Bildfolge aus dem Video ist schon toll, ich hatte nur mal fotografieren können, wie winzige Räupchen aus einer parasitierten Schmetterlingsraupe gekrochen kamen und sich sofort verpuppten. Was mich damals dabei so fasziniert hatte, war, dass die Schmetterlingsraupe sich nicht im Geringsten darum geschert hatte und das offensichtlich überlebt hatte. Die Räupchen waren damals vielleicht so groß wie der halbe Durchmesser der Raupe. Man findet die verücktesten Dinge, wenn man mit offenen Augen durchs Gebüsch schleicht...
Viele Grüße,
Manfred

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4

Donnerstag, 23. Juli 2020, 23:10

Was mich damals dabei so fasziniert hatte, war, dass die Schmetterlingsraupe sich nicht im Geringsten darum geschert hatte und das offensichtlich überlebt hatte.

Hallo Manfred,

überlebt hat sie sicherlich nicht. Nachdem die Larven sie verlassen haben ist sie kurze Zeit später verstorben. Nur solange sie die Larven ernährt hat musste sie leben. Ich habe das auch mal auf Video festgehalten. Was mich dabei sehr beeindruckt hat war dass sich eine Blattlaus auf die Raupe setzte und diese sich mit zucken dagegen gewehrt hat. Irgendwie tat sie mir dann leid. Erst wird sie innerlich leer gefressen und dann wird sie noch von einer Blattlaus belästigt. Ihr ist aber auch nichts erspart geblieben.
Liebe Grüße, Helga