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1

Montag, 26. April 2021, 15:17

hochgeholt : Schwarze Totholzflecken mit Mausweide

Hallo,
ich vermute bei den schwarzen Flecken auf vorwiegend Ahorn-Totästen handelt es sich um den Ahorn-Kohlenkrustenpilz (Eutypa maura) oder einen Verwandten. Bin sogar über ein Foto mit (c) Volker Fäßler gestolpert, der kommt ja auch ab und zu hier vorbei.
Das interessante jetzt : an verschiedenen Orten fand ich bereits ein flächiges Abweiden dieser schwarzen Kruste durch (?) Mäuse, vermutlich Rötelmaus.
Offensichtlich ist der Pilz sehr schmack- und nahrhaft, denn die Krusten sind sauberst abschraffiert.
Kennt jemand dieses Phänomen? Ich habe absolut nichts dazu gefunden.
Und weiter : nicht unweit einer solchen Fundstelle entdeckte ich auch eine Mausweide an einem stehenden Ahorn (8cm) : hier wurde ein Algenbelag entsprechend abgeweidet.
Dieses Bild habe ich bis jetzt nur an diesem Ort und nur an einem Baum gefunden. Die Mausweide an dem Pilz ist wohl häufiger.
Ich wäre dankbar für weitere Beobachtungen oder Erklärungsversuche.
Jörg
»Jörg Brucklacher« hat folgende Bilder angehängt:
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Wenn man mal anfängt, genauer hinzuschauen, muss man immer noch genauer hinschauen ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg Brucklacher« (10. Juni 2021, 22:01)


2

Montag, 26. April 2021, 17:25

Hallo Jörg,

tolle Fotos und spannendes Thema.
Zumindest am Ahorn musst du die Rötel- und andere Mäuse freisprechen. Mit ihrem mickrigen Kiefer können die an einem Gegenstand, den sie nicht selbst bewegen können, nicht zentimeterlange Nagespuren hinterlassen. Die müssten ja ständig neu ansetzen und hier sieht man ja durchgezogene Spuren der Nagezähne. Auch sieht man rechts von den Nagespuren deutliche Krallenspuren, das kann nur ein größeres Tier, wie ein Eichhörnchen gewesen sein. Das liebt Rindenpilze und alle möglichen anderen Beläge und hat die Möglichkeit die Nagezähne über eine längere Strecke als Schaber zu nutzen, wenn es einen festen Halt hat. Auch am liegenden Holz sehen die Spuren zu parallel aus, als dass eine Maus, die ja ständig ihren Standort verlegen muss um an eine unbenagte Stelle zu kommen, sie hinterlassen könnte. Ein Eichhörnchen könnte sich aber den Ast jeweils zurechtschieben und regelmäßigere Nagespuren hinterlassen.

Meine Hypothese... *meld*

Liebe Grüße
Jutta

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3

Montag, 26. April 2021, 18:48

Hallo Jutta,
die Länge der Zahnzüge ist ein gutes Argument. (20-25 mm, maximal 30) Und die Kletterspuren sind mir auch schon aufgefallen.

Allerdings ...
sind es immer zwei Zahnspuren parallel, die zusammen gerade mal einen Millimeter Breite ausmachen, damit fällt das Eichhörnchen eigentlich aus.

Dessen Zähne sind größer (2,5-3mm die Doppelspur, s.: https://www.waldwissen.net/de/waldwirtsc…siebenschlaefer)
Die Kletterspuren verwirren mich daher auch nachhaltig. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass das Eichhörnchen unabhäng von den Zahnspuren hochgeklettert sein könnte.
Solche Kletterspuren findet man auch an Birken regelmäßig. Könnte allerdings auch noch Marder sein.
Oder ein großes Eichhörnchen mit Baby im Tragetuch, das dann die Algenabweiden darf? 8)

Es bleibt rätselhaft. Ich hoffe also auf weitere Ideen, dieses Dilemma zu lösen.
Jörg
»Jörg Brucklacher« hat folgendes Bild angehängt:
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4

Donnerstag, 10. Juni 2021, 22:00

Mausweide hochgeholt ... noch jemand eine Idee ?

weißnix
Wenn man mal anfängt, genauer hinzuschauen, muss man immer noch genauer hinschauen ...

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Freitag, 11. Juni 2021, 22:29

Moin zusammen,

eine Idee habe ich nicht, aber du könntest vielleicht eine Wildkamera anbringen an neben so einem "angenagten" Stamm. Vielleicht tut sich da ja noch einmal was...

BG. von Frank