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  • »Siegfried Rudolf« ist männlich
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1

Freitag, 16. Juli 2021, 21:37

Stenodema laevigatum? --> bestätigt

Hallo zusammen,
diese Wanze fand ich heute (16.07.21) auf einer Wiese am Waldrand in D, BW, bei Staufen im Breisgau. Länge ca. 9 mm. Ist es Stenodema laevigata?
Danke und Gruß,
Siggi
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  • »zobel« ist männlich

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2

Samstag, 17. Juli 2021, 01:14

Auch richtig, Siggi!
Beste Grüße,
Konrad

  • »Jürgen Peters« ist männlich

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3

Samstag, 17. Juli 2021, 07:23

Stenodema laevigatum nach ICZN Gender Agreement (-dema ist sächlich).


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
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4

Samstag, 17. Juli 2021, 10:59

Hallo Konrad,
nochmals danke für die Bestätigung.
Hallo Jürgen,
ich staune immer wieder, wie tief du in der Materie steckst und wundere mich, dass dir solche Dinge bei der Masse an Anfragen, die du beantwortest, überhaupt noch auffallen. :thumbup:
LG Siggi

  • »zobel« ist männlich

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5

Sonntag, 18. Juli 2021, 00:33

Hallo Jürgen,
vielen Dank für den Artikel über die Geschlechter-Endungen bei den wissenschaftlichen Namen. Diese müssen - so dachte ich - alle lateinisch sein, auch wenn die alten Römer noch keine Ahnung von ihnen hatten. Und wenn ein Wort aus dem Griechischen kommt, wurde es doch wohl für den wissenschaftlichen Begriff latinisiert - ODER? Dann müssten sie aber den lateinischen Regeln entsprechen, in diesem Fall also Stenodema laevigata heißen. Offensichtlich ist das nicht allgemeine Ansicht und so gibt es verschiedene Schreibweisen. Ist das wirklich schlimm, solange z.B. laevigata und laevigatum nicht zwei verschiedene Arten bezeichnen würde, was ja in vergleichbaren Fällen wohl nie zutrifft? Ich für meinen Hobbygebrauch mach mir da keinen Kopf, denn der brummt ja schon von den vielen taxonomischen Umbenennungen, denen man ja auch unterschiedlich hinterherhinkt - und, wenn ich mich recht erinnere, bist Du da auch manchmal zögerlich, alte Klassifizierungen aufzugeben, um im Archiv nicht alles umbenennen zu müssen.
Gute Nacht und beste Grüße,
Konrad

  • »Jürgen Peters« ist männlich

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6

Sonntag, 18. Juli 2021, 01:12

Hallo Konrad,

Und wenn ein Wort aus dem Griechischen kommt, wurde es doch wohl für den wissenschaftlichen Begriff latinisiert - ODER? Dann müssten sie aber den lateinischen Regeln entsprechen, in diesem Fall also Stenodema laevigata heißen.

wieso? Nur weil ein (noch dazu sprachfremdes) Wort mit -a endet, wird es doch im Lateinischen nicht automatisch zum Femininum, nur weil im Lateinischen viele feminine Wörter mit -a enden. Es gibt genügend Gegenbeispiele wie z.B. die feminine Endung -trix (bellatrix, fundatrix, ..). Auch mit einem -a am Ende muß ein Wort im Lateinischen nicht feminin sein. Beispiel: agricola (Bauer) ist Maskulinum.
Und da das griechische -dema, -stoma, -soma etc. grammatisches Neutrum ist, ist auch die latinisierte Form Neutrum, ein zugeordnetes Adjektiv also ebenfalls neutral. Deshalb laevigatum und nicht laevigata.

Zitat

Offensichtlich ist das nicht allgemeine Ansicht und so gibt es verschiedene Schreibweisen.

Jede(r) darf seine/ihre Meinung haben. Ich kann auch Doitschland mit 'oi' schreiben. Aber gültig ist letztendlich die in den Regelwerken festgelegte Schreibweise. Daß manche Autoren sich nicht daran halten, ist unbestritten. Ihr Fachgebiet ist ja auch die Entomologie, sprachlich gibt es unter ihnen leider viele Dilettanten, wie diverse Schreibweisen von wissenschaftlichen Namen zeigen. Aber ich bin glücklicherweise nicht gezwungen, mich dem Dilettantismus anzuschließen...

Zitat

Ist das wirklich schlimm, solange z.B. laevigata und laevigatum nicht zwei verschiedene Arten bezeichnen würde, was ja in vergleichbaren Fällen wohl nie zutrifft?

Ist es schlimm, "Doitsschlant" zu schreiben statt "Deutschland", solange nicht zwei verschiedene Länder gemeint sind? Ich bin auch nicht perfekt, was die Grammatik betrifft (vermische inzwischen oft alte mit neuer deutscher Rechtschreibung, obwohl ich ursprünglich komplett bei der alten bleiben wollte), aber wenn ich die Wahl habe zwischen korrekter und falscher Schreibweise, ziehe ich doch die korrekte vor...

A propòs korrekt: eigentlich schreiben fast alle User hier die wissenschaftlichen Namen sowieso falsch. Denn Gattungs- und Artnamen müßten korrekterweise kursiv geschrieben werden. Daß der Gattungsname groß und der Artname klein geschrieben wird, kriegen die meisten noch hin, doch beim kursiv Setzen hört es dann auf. Aber ich will ja nicht übertreiben (auch wenn es mich Pedanten eigentlich stört...).

Zitat

wenn ich mich recht erinnere, bist Du da auch manchmal zögerlich, alte Klassifizierungen aufzugeben, um im Archiv nicht alles umbenennen zu müssen.

Neuzuordnungen sind (fachliche) Kreationen bestimmter Autoren, also Meinungen. Die kann man teilen oder nicht, es sind keine Vorschriften in Regelwerken. Natürlich ist es angebracht, irgendwann zur vom Großteil der Forschergemeinde akzeptierten Interpretation überzugehen, aber wann eine Neuzuordnung allgemein akzeptiert ist, ist auch wieder Interpretationssache... :whistling:

Gute Nacht! :schlaf:


Viele Grüße, Jürgen
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  • »zobel« ist männlich

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7

Sonntag, 18. Juli 2021, 01:43

Hallo Schlafmütze, heute so früh unter die Tuchent, wie man hier auch zur Daunendecke sagen kann,
aber nach Deiner umfassenden Epistel hast Du Dir Ruhe verdient. Kann Dir ja nur recht (Recht?) geben. Mein Lateinunterricht liegt eben doch schon fast 60 Jahre zurück! Tempi passati...
Auch Gute Nacht,
konrad