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  • »Bernd 07« ist männlich
  • »Bernd 07« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 6. Dezember 2022, 12:31

Langfühlerschrecke (Todfund) --> Meconema meridionale (Südliche Eichenschrecke)

Diese tote Langfühlerschrecke fand ich an
aufeinandergestapelten Dachziegel am 06.12.2022
in Horb a.N. in einem Feldschuppengebiet.
Sie war ca. 12mm lang. Welche ist das?

Viele Grüße
Bernd
»Bernd 07« hat folgende Bilder angehängt:
  • P1026138 (2).JPG
  • P1026144 (2).JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernd 07« (6. Dezember 2022, 13:14)


  • »Werner Reitmeier« ist männlich

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2

Dienstag, 6. Dezember 2022, 13:04

Hallo Bernd,

das war eine weibliche Südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale).

LG

Werner

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3

Dienstag, 6. Dezember 2022, 13:12

Hallo Werner

Vielen Dank für deine Bestimmung.
Die sah ich noch nie und selten soll Sie in Deutschland auch sein.

Viele Grüße
Bernd

  • »Werner Reitmeier« ist männlich

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4

Dienstag, 6. Dezember 2022, 13:22

Hallo Bernd,

nun, selten ist relativ - sie ist in den letzten Jahren stark in Ausbreitung begriffen, wenn Du hier den Suchbegriff eingibst, kommen 3 Seiten - die meisten aus Deutschland: https://insektenfotos.de/forum/index.php…ema+meridionale !

LG

Werner

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5

Dienstag, 6. Dezember 2022, 13:26

Hallo Werner

Dann sind die roten Listen in Deutschland auch nicht mehr aktuell.
Da wird Sie mit ungefährdet und sehr selten eingestuft.
Danke für die Info

Viele Grüße
Bernd

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6

Dienstag, 6. Dezember 2022, 16:44

Hallo,
in der Tat werden Rote Listen für Gliederfüßer auf Landes- und nationaler Ebene üblicherweise bestenfalls alle 10 Jahre herausgegeben und zwischenzeitlich nicht aktualisiert, soweit ich weiß.
Meconema meridionale ist inzwischen offenbar in ganz Mitteleuropa häufig und zumindest lokal (in Städten?) sehr, sehr häufig. Sie ist eine der häufigsten von mir beobachteten Arten überhaupt, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich bevorzugt Schnabelkerfe beobachte und das Verhalten der Südlichen Eichenschrecke viel eher dem einiger Schnabelkerfe (etwa Grüne Stinkwanze) gleicht als dem der meisten Heuschrecken: Sie verbringt ihr Leben auf Bäumen (neben den Tieren selbst kann man auch ihre hübschen Häutungen an Blättern klebend finden; das Leben in Bäumen ist nun nicht wirklich außergewöhnlich, aber man denkt bei Heuschrecken doch eher an die Krautschicht), seltener Sträuchern, zeigt quasi gar kein Fluchtverhalten, (passend zu ihren zurückentwickelten Flügeln), sondern verlässt sich auf ihre Tarnung und läuft bei Entdeckung im Allgemeinen nicht einmal davon, und adulte Tiere sind auch nach dem ersten Frost noch anzutreffen (und dann besonders leicht zu entdecken, wegen mangelnder Tarnung).
Anbei ein Beispiel, wenn die Tarnung, in diesem Fall sogar im August, versagt. :)
Grüße, Alex
»Alexander« hat folgendes Bild angehängt:
  • x.jpeg

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7

Dienstag, 6. Dezember 2022, 16:53

Hallo Alex

Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.
Das die roten Listen nur alle Jahrzehnte aktualisiert
werden war mir schon klar. Aber das ging dann schnell
von sehr selten auf sehr häufig.

Viele Grüße
Bernd

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8

Dienstag, 6. Dezember 2022, 17:15

Die Lektion habe ich anhand von Issus coleoptratus (Echte Käferzikade) gelernt, jetzt ebenfalls sehr häufig* in Berlin und in der Berliner Roten Liste von 2016 noch als selten geführt. Das mag im einen oder anderen Fall auch daran liegen, dass Neozoen dazu neigen, sich nach ihrer Ankunft explosionsartig zu vermehren, weil sich noch kein Gleichgewicht mit Fressfeinden und Parasiten eingestellt hat (diese noch gar nicht vor Ort existieren oder sich noch nicht auf sie eingestellt haben).
*Das hat sich letztens noch einmal bestätigt, als ein Freund, der sich nicht mit Naturbeobachtung beschäftigt, mir ein Foto von einem Exemplar geschickt hat, das ihm beim Essen (outdoors) auf den Teller gesprungen ist. :)
Grüße, Alex

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9

Dienstag, 6. Dezember 2022, 17:24

Ja! Die ist bei mir im Garten auch sehr häufig.
Mit der roten Keulenschrecke ist es wohl auch so.
Die findet man jetzt auch sehr häufig.

Viele Grüße
Bernd

  • »Jürgen Peters« ist männlich

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10

Donnerstag, 8. Dezember 2022, 06:38

Hallo,

Mit der roten Keulenschrecke ist es wohl auch so.
Die findet man jetzt auch sehr häufig.

hier im Nordwesten noch nie gesehen... Aber die Südliche Eichenschrecke hat hier leider die Gemeine Eichenschrecke fast völlig verdrängt, ist sehr häufig. Auch Issus coleoptratus war bis vor ein paar Jahren extrem selten hier, mittlerweile eine der häufigsten Zikaden und überall im Garten im Efeu usw.


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





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11

Donnerstag, 8. Dezember 2022, 08:33

Hallo Jürgen

Stimmt! In den nördlichen Bundesländer ist Sie wohl eher selten.
Aber in den Südlichen häufig.
Mußt du mal Urlaub in Baden Württemberg machen dann findest du Sie bestimmt.

Viele Grüße
Bernd

  • »Horst Schlüter« ist männlich

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12

Donnerstag, 8. Dezember 2022, 21:37

Hallo,
da muß ich wohl auch noch meinen Senf dazu beitragen. Im Raum Winnenden wurde sie erstmals 2009 nachgewiesen, ich hatte seitdem regelmäßig bei mir auf dem Küchenbalkon am Licht. Während sie bis 2015/16 doch immer häufiger wurde, die Exuvien an Häuserwänden teilweise in größerer Anzahl klebten, werden die Nachweise in den letzten 2 jahren deutlich seltener, ich selbst habe sie 2022 noch gar nicht gefunden, eben auch nicht am Licht. So gesehen scheint sich da bei uns doch eine gewisse Normalität zu entwickeln. Allerdings hatte ich in letzter Zeit auch die Gewöhnliche Eichenschrecke nicht mehr beobachtet und das, obwohl in Nachbars Garten mehrere Traubeneichen stehen.
Es grüßt
Horst