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1

Donnerstag, 19. August 2021, 21:39

Meconema... --> ...meridionale

Hallo,
heute ist mir diese Heuschrecke in unserem Garten in Dresden begegnet. Es ist also vermutlich eine Nymphe der Gewöhnlichen Eichenschrecke (?), aber da hole ich mir lieber eine zweite Meinung ein. Vielleicht könnt ihr mir an der Stelle auch gleich den Unterschied zur Südlichen Eichenschrecke erklären. Das wäre ganz lieb!
Grüße
Robin
»Robin Z.« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20210819_152057.jpg
  • 20210819_152050.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robin Z.« (20. August 2021, 17:03)


  • »Werner Reitmeier« ist männlich

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2

Freitag, 20. August 2021, 07:20

Hallo Robin,

nein, es ist ein erwachsenes ♀ der Südlichen Eichenschrecke, welche auch schon in Dresden angekommen ist! Unterschiede: bei jungen Nymphen wird es schwierig, aber in der Größe ist es relativ leicht: schau Dir die Flügel an: die sind bei Deiner Aufnahme recht gut zu sehen mit der netzartig wirkenden Aderung (sieht fast aus wie die Motorhaube eines Autos nach einem Hagelunwetter :cursing: ). Wenn Du eine thalassinum-Nymphe im letzten Stadium vor Dir hättest siehst Du dreieckig wirkende Flügel, welche noch parallelnervig sind (siehe z. B. diesen Beitrag, im ersten Beitrag zeigt Ira ein ♀ in der letzten Haut) und auch verkehrt und seitlicher am Körper getragen werden, auch sieht man oft alle vier Flügel, bei den erwachsenen nur noch die Vorderflügel, welche die Hinterflügel komplett verdecken. Dies gilt für alle Nymphen, Ausnahmen sind einige Grillen und die heimischen Vertreter der Gattung Phaneroptera, wo auch bei adulten Tieren Teile der Hinterflügel erkennbar sind.

Ich hoffe, dies halbwegs verständlich dargestellt zu haben!

LG

Werner

3

Freitag, 20. August 2021, 17:02

Danke für die schnelle Bestimmung und die prägnante Erklärung! Ich hoffe dass ich bald wieder mal einen Vertreter der Gattung finde und dann auf die Details achten kann :D

4

Donnerstag, 2. September 2021, 03:31

Ein sehr einfaches Unterscheidungsmerkmal für M. thalassinum und M. meridionale ist das Halschild: Bei thalassinum ist da ein hellgrünes bis gelbliches Dreieck mit der Spitze nach hinten. Bei meridionale ist das ein gleichmäßiger gelblich-grüner Strich vom Hinterleib bis zum Kopf.
Einfach mal drauf achten die nächsten Male. Anscheinend kann man mit diesem Merkmal schon recht junge Nymphen leicht bestimmen.

Hier in Bremen hat meridionale inzwischen thalassinum innerorts anscheinend vollständig ersetzt. Vor ungefähr zehn Jahren war das Verhältnis noch so in etwa 1:1. Inzwischen an einigen Stellen regelrechte Massenvorkommen nur noch von meridionale.

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