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  • »Helga Becker« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 29. November 2005, 01:30

Langfühlerschrecke - Sieht aus wie von einem anderen Stern - - > Conocephalus dorsalis

Hallo Insektenfreunde,

aber mit so kurzen Flügeln kann man kaum eine so weite Reise machen.


Ist das eine Langfühlerschrecke mit verkürzten Flügeln oder ist es noch eine Larve. Ich habe wieder mal keine Ahnung, was das ist oder evtl. noch werden will.

Liebe Grüße, Helga
Liebe Grüße, Helga

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helga Becker« (29. November 2005, 19:30)


Baumfalke

unregistriert

2

Dienstag, 29. November 2005, 19:43

Hi Helga,

das ist Conocephalus dorsalis (Kurzflüglige Schwertschrecke), ein Männchen. Man findet sie hauptsächlich in Ufernähe, Moore (Seggenried, Schilf ect.). Es ist eine typische feuchtigkeitsliebende Art.

  • »Helga Becker« ist der Autor dieses Themas

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3

Dienstag, 29. November 2005, 22:04

Zitat

Original von Baumfalke
das ist Conocephalus dorsalis (Kurzflüglige Schwertschrecke), ein Männchen. Man findet sie hauptsächlich in Ufernähe, Moore (Seggenried, Schilf ect.). Es ist eine typische feuchtigkeitsliebende Art.


Hallo Remo,

vielen herzlichen Dank für die Bestimmung meiner "irdischen" Schrecke. An Kurzflügelige Schwertschrecke hatte ich auch schon mal gedacht. Laut Kosmos soll sie vorwiegend in Norddeutschland vorkommen. Daher hatte ich diese Idee wieder verworfen. Wir wohnen in der Mitte. Aber warum soll nicht mal eine Art anstatt von Süden Richtung Norden in umgekehrter Richtung wandern. Die Gemeine Sichelschrecke hat z.B. ihre nördliche Verbreitungsgrenze bei uns erreicht.

Über diesen Fund freue ich mich besonders.

Liebe Grüße, Helga
Liebe Grüße, Helga

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4

Mittwoch, 30. November 2005, 09:41

Liebe Helga,

wenn eine Art im Norden Deutschlands häufiger vorkommt als im Süden, heißt das nicht, daß man sie im Süden nicht mehr antreffen kann. In Bayern hat die Art durchaus zahlreiche Vorkommen und wird hier als "zerstreut verbreitet" geführt. Ich kenne sie aus hochgrasigen Niedermoorwiesen.
Viele Grüße
Gisela

Natur tut gut - Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. - www.lbv.de

  • »Helga Becker« ist der Autor dieses Themas

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5

Mittwoch, 30. November 2005, 22:05

Zitat

Original von Gisela Merkel
wenn eine Art im Norden Deutschlands häufiger vorkommt als im Süden, heißt das nicht, daß man sie im Süden nicht mehr antreffen kann. In Bayern hat die Art durchaus zahlreiche Vorkommen und wird hier als "zerstreut verbreitet" geführt. Ich kenne sie aus hochgrasigen Niedermoorwiesen.


Hallo Gisela,
du hast natürlich Recht. Wenn eine Art im Norden häufiger vorkommt, heißt das ja nicht, dass sie im Süden gar nicht vorkommt.

In der Vergangenheit habe ich ein gefundenes Insekt sehr oft in einer Art wieder gefunden, die bei uns gar nicht vorkommt. Daher achte ich jetzt etwas mehr auf die angegebene Verbreitung. Aber anscheinend wird es von mir überbewertet.

Liebe Grüße, Helga
Liebe Grüße, Helga

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6

Mittwoch, 30. November 2005, 23:50

Verbreitung

Hallo, Helga!

Zitat

Original von Helga Becker
In der Vergangenheit habe ich ein gefundenes Insekt sehr oft in einer Art wieder gefunden, die bei uns gar nicht vorkommt. Daher achte ich jetzt etwas mehr auf die angegebene Verbreitung. Aber anscheinend wird es von mir überbewertet.


Sehr oft ist es auch einfach so, daß nicht alle Insekten- oder Spinnengruppen gleich gut erfaßt sind. Vor zwei, drei Jahren hätten hier bei uns nach den zu der Zeit aktuellen Verbreitungskarten z.B. überhaupt keine Weberknechte vorkommen dürfen - was natürlich Quatsch ist, die gab es schon immer hier in großer Vielfalt. Aber es hockt natürlich nicht hinter jedem Busch in Deutschland ein Weberknechtexperte, um die vorhandenen Arten zu kontrollieren. Denn es reicht ja nicht nur festzustellen, daß es Weberknechte gibt. Wenn die Aufnahme in Verbreitungskarten Sinn machen soll, dann muß die Art auch von einem Experten sicher bestimmt werden. Was die Weberknechte als Beispiel betrifft, sind da, seit Aloys Staudt die auch verstärkt mit erfaßt (neben den Spinnen), viele weiße Flecken getilgt worden. Aber um auch nur halbswegs repräsentativ zu sein, müßte da noch viel mehr gemeldet werden.
Bei anderen, nicht so "beliebten", Gruppen sieht es sicher ähnlich aus. Am besten erforscht, in ihrer Biologie und Verbreitung, sind gewöhnlich die Gruppen, die mit wirtschaftlichen Interessen kollidieren - zu Deutsch: die "Schädlinge". Ansonsten weiß man über die für Sammler und Beobachter "attraktiven" Gruppen wie Tagfalter, Käfer oder Schwebfliegen sicher mehr als über Faltenmücken, Erzwespen oder Rindenläuse...


Viele Grüße, Jürgen
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Borgholzhausen, Deutschland
Typische Habitate, in denen ich unterwegs bin.
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=





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7

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 01:19

RE: Verbreitung

Hallo Jürgen,

das hast du mir jetzt sehr schön erklärt. Danke

Liebe Grüße, Helga
Liebe Grüße, Helga

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8

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 08:31

RE: Verbreitung

Hallo Jürgen,
da kann ich mich Helga nur anschließen.
Viele Grüße
Horst