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  • »Hans D« ist männlich
  • »Hans D« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 15. Juni 2018, 15:23

Nistkasten reinigen?

Hallo,


Ein Blaumeisenpaar hatte in meinem Nistkasten eine
Brut ausgebrütet, 1 kleines ist vor ca. 14 Tagen ausgeflogen,

weil jetzt keine Bewegungen
am Nistkasten festzustellen waren habe ich diesen geöffnet und fand im Nest
noch ein totes Küken,

das Nest mit dem Küken habe ich nun entsorgt.


Nun meine Frage: soll ich den Nistkasten innen Auswaschen oder
so lassen?


Danke im Vorausfür die Antwort
Hans

  • »Frank Sudendey« ist männlich

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2

Dienstag, 19. Juni 2018, 16:38

Moin Hans,
ich würde den Kasten nicht auswaschen. Ich meine, natürliche Baumhöhlen werden auch nicht gereinigt. Nicht einmal das Nest hätte ich entsorgt. Bis zur kommenden Brutsaison hätte sich der tote Jungvogel quasi in Luft aufgelöst. Und auch die Blutsauger, wie etwa Vogelflöhe, bringen die Eltern selbst mit in jede neue Höhle. Meiner Meinung nach kann man also alles so belassen, wie es ist.
Interessant ist, dass dein BM-Paar dem Anschein nach nur zwei Junge hatte. Das ist sehr wenig für diese Art.
Beste Grüße von Frank

  • »Hans D« ist männlich
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3

Dienstag, 19. Juni 2018, 20:14

Hallo Frank,
Danke für Deine Antwort,
im Netz hatte ich auch nichts konkrettes gefunden,
deshalb meine Frage in diesem Forum.
Gruß
Hans

  • »Jürgen Peters« ist männlich

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4

Dienstag, 19. Juni 2018, 21:45

Hallo Frank,

Und auch die Blutsauger, wie etwa Vogelflöhe, bringen die Eltern selbst mit in jede neue Höhle.

die sind mir aber auch schonmal beim Öffnen eines Nistkastens im Februar massenhaft entgegengehüpft... *staun* (also, die Flöhe, nicht die Vogeleltern).


Viele Grüße, Jürgen
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  • »Frank Sudendey« ist männlich

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5

Dienstag, 19. Juni 2018, 22:06

Moin Jürgen,

das erstaunt mich nicht, ändert aber nichts daran, dass auch ein gereinigter Kasten auf der Stelle mit Flöhen protzen kann, sobald ein Vogelpaar dort sein Nest baut.

Vor ganz vielen Jahren brüteteten Kohlmeisen in einem Kasten auf der Terrasse meiner Eltern im LK Osnabrück. Nach dem Ausfliegen der Brut sahen sich die zurückgelassenen Flöhe dazu veranlasst, ihr nun tristes Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie versammelten sich außen rund ums Einflugloch und sprangen alles und jeden an, der sich diesem Einflugloch bis auf etwa 50 cm näherte :D

Am Tag der ersten Kontrolle nach dem Ausfliegen der Jungen war das eben ich. Finden sie auf diese Weise keinen neuen Wirt, überdauern sie den Winter vielleicht an Ort und Stelle. Nistkästen können ja auch außerhalb der Brutzeit von einer ganzen Reihe von Tieren genutzt werden. Auch diverse Vogelarten verbringen dort gerne die Nacht. Die Chance auf einen neuen Wirt bleibt also erhalten, zumal Flöhe, wenn ich richtig liege, viel Zeit haben, was die nächste Mahlzeit anbelangt ^^

In einem anderen Jahr siedelten sich im selben Kasten statt der Meisen Hummeln an ("Typ Gartenhummel)". Die Reste des Nestes aus dem Vorjahr kamen den Tieren, so glaube ich, nicht ungelegen. Im Übrigen müssen Vögel weniger Nistmaterial eintragen, wenn sich bereits eine Grundmauer im Kasten befindet. Ich meine, es ist eben Natur, wenn man einen Kasten so belässt, wie er ist.

Ob schon Flöhe vor Ort sind oder erst von den Siedlern mitgebracht werden, ist irrelevant.

Beste Grüße von Frank

  • »Jürgen Peters« ist männlich

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6

Dienstag, 19. Juni 2018, 22:56

Hallo Frank,

ich habe eher das Gefühl, daß die neuen Bewohner trotz vorhandenen Altnests genauso viel neues Nistmaterial eintragen wie ohne. Das hat halt den Effekt, daß der Kasten irgendwann bis oben hin voll und kein Platz mehr für neue Bezieher ist. Habe ich auch schon gesehen.


Viele Grüße, Jürgen
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  • »Frank Sudendey« ist männlich

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7

Dienstag, 19. Juni 2018, 23:10

Moin Jürgen,

das hängt von der Art ab. Bei Meisen allerdings kann ich mir das nicht vorstellen.

Im Garten meiner Eltern habe ich das über Jahre verfolgt. Tannen-, Blau- und Kohlmeisen brüteten dort nahezu alljährlich. Zu Beginn meiner kleinen "Untersuchung" hatte ich die Kästen auch noch gereinigt (wurde seinerzeit vom DBV so empfohlen). Die Vögel häuften also Nistmaterial auf bis zu einer bestimmten Höhe deutlich unterhalb des Einfluglochs. Diese Höhe überschritten sie in jenen Jahren, in denen ich die Kästen nicht mehr reinigte, auch nicht oder eben nur unwesentlich. Bei einer anschließenden Überprüfung der Kästen konnte ich feststellen, dass der Anteil neueren Nistmaterials in den letzten Jahren eher gering war.

Es gibt aber auch Arten, die den ganzen Raum, also bis unters Dach, ausnutzen. Der Feldsperling macht das, aber auch der Haussperling, wenn er mal ausnahmsweise einen Nistkasten bezieht. Die machen das aber grundsätzlich, selbst dann, wenn der Kasten neu ist und zum ersten Mal bezogen wird. Die können nicht anders :D

Schaftrunkene Grüße von Frank