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  • »Jann Wübbenhorst« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 10. November 2018, 16:00

Schwebfliegen im November

Letztes Jahr hätte ich mein Makroobjektiv schon Anfang Oktober in den Schrank legen können, da waren im Garten kaum noch Fluginsekten zu finden (jedenfalls keine Aculeata und Schwebfliegen).

Dieses Jahr sind sogar im November noch 2 neue Schwebfliegen für die Jahresliste dazugekommen ;).Außer den für die Jahreszeit noch üblichen Arten Eristalis tenax (1) und Episyrphus baltaetus (2) gab es noch
- Syrphus cf. vitripennis (m) (Augen unbehaart, Hinterfemur zu >75% schwarz) (3-4)
- Eristalis pertinax (w) (5)
- Eupeodes luniger (w) (6+7)
- Didea fasciata (w) ( 8 ) und
- Scaeva pyrastri (m)
»Jann Wübbenhorst« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20181106_27019k.JPG
  • 20181106_27048k.JPG
  • 20181102_26583k.jpg
  • 20181102_26588k.jpg
  • 20181106_26990k.JPG
  • 20181107_27123k.JPG
  • 20181107_27184k.JPG
  • 20181107_27109k.JPG
  • 20181108_27225k.JPG
Viele Grüße,
Jann

- Alle Fotos sind, wenn nicht anders angegeben, im Landkreis Lüneburg im östlichen Niedersachsen aufgenommen (MTB 2730). -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jann Wübbenhorst« (11. November 2018, 13:24)


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2

Samstag, 10. November 2018, 16:49

Hallo Jann,


- Syrphus vitripennis (m) (Augen unbehaart, Hinterfemur zu >75% schwarz) (3-4)

die Femurfärbung ist allerdings nur für Weibchen von Belang, bei den Männchen sind bei allen Arten die Hinterfemora teilweise schwarz. Von der Flugzeit und dem allgemeinen Eindruck her halte ich Syrphus ribesii für wesentlich wahrscheinlicher, falls die Augen unbehaart waren.


Viele Grüße, Jürgen
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3

Samstag, 10. November 2018, 17:19

Hallo Jürgen,
nach S. Falk ist bei S. ribesii-Männchen der Hinterfemur zu 50 bis ca. 65% schwarz, bei vitripennis-Männchen "mostly black", was als Unterscheidungsmerkmal genannt wird. Auf den dort eingestellten Fotos ist der Unterschied gut nachvollziehbar, bei vitripennis ist dort nur etwa das apikale Fünftel gelb.
Bartsch gibt für Schweden folgende Flugzeiten an: S. ribesii bis Anfang Oktober, S. vitripennis bis Mitte Oktober (in Dänemark bis Mitte Dezember nachgewiesen). Falk gibt für vitripennis außerdem an, dass die Art in England wahrscheinlich adult überwintert.
Insofern scheint mir S. vitripennis deutlich wahrscheinlicher.
Die Schlüsselmerkmale (Mikrotrichia auf der hinteren Basalzelle des Flügels, Farbe der Haare auf der Spitze des Hinterfemurs) sind auf den Fotos leider nicht erkennbar.
Viele Grüße,
Jann

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4

Samstag, 10. November 2018, 18:17

Hallo Jann,

ich bin noch nicht überzeugt. Das golfstromerwärmte England läßt sich wohl nur bedingt mit Kontinentaleuropa vergleichen. Ich kenne S. vitripennis (bestätigte Exemplare) von hier nur als fast reine Sommerart, die zudem deutlich kleiner (bis zu ein Drittel) ist als S. ribesii und S. torvus und durchschnittlich schmalere Bänder besitzt, die zudem oft ungleich gefärbt sind (ein oder zwei heller). Deshalb - vielleicht eher ein Bauchgefühl (ich sehe zumindest auf den obigen Fotos aber auch keine "mostly black"-Färbung der Schenkel; das, was ich sehe ist eher gelb): S. vitripennis sieht einfach nicht so aus...

Alle eindeutig bestimmten Tiere nach September (durch Hinterbeinfärbung der Weibchen oder Augenbehaarung) waren hier S. torvus (früher eine fast reine Frühlingsart, zuletzt häufig Massenvermehrungen) oder ribesii.
S. vitripennis ist hier in den letzten Jahren auch stark zurückgegangen, so daß ich leider kaum neuere Fotos besitze.
»Jürgen Peters« hat folgende Bilder angehängt:
  • Syrphus_vitripennis_M1.jpg
  • Syrphus_vitripennis_W1.jpg
  • Syrphus_vitripennis_W2.jpg


Viele Grüße, Jürgen
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5

Samstag, 10. November 2018, 18:54

Hallo Jürgen,
"Das golfstromerwärmte England läßt sich wohl nur bedingt mit Kontinentaleuropa vergleichen." Schweden und Dänemark aber schon eher, und auch da werden ja für vitripennis länger in den Herbst (oder sogar Winter) reichende Flugzeiten angegeben.
Der Hinterfemur ist leider schlecht zu erkennen, auf dem zweiten Foto ist aber ziemlich sicher zu sehen, dass nur die Spitze gelb ist.
Schmalere Bänder bei vitripennis werden weder im Bestimmungsschlüssel mit ausführlicher Beschreibung bei Bartsch (2009) noch bei Falkals Unterscheidungsmerkmal genannt, und auf den dort versammelten Fotos und Zeichnungen ist auch nichts dergleichen zu erkennen. S. torvus hat dagegen tendenziell schmalere gelbe Bänder als die anderen beiden. Eine unterschiedliche Färbung der Binden wird auch nirgends erwähnt und ist auch in den Abb. nicht erkennbar, das scheint mir eher eine individuelle Variation zu sein.
In der Foto-Sammlung des diptera-Forums sind leider keine vitripennis-Männchen enthalten. Bei den dort abgebildeten Weibchen sind die Binden nicht verschiedenfarbig und tendenziell breiter als bei torvus-Weibchen.

Das von mir fotografierte Männchen wirkte tatsächlich ziemlich klein für eine Syrphus, das passt insofern auch.
»Jann Wübbenhorst« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20181102_26588kk.jpg
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Jann

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6

Samstag, 10. November 2018, 19:06

Hallo Jann,

Der Hinterfemur ist leider schlecht zu erkennen, auf dem zweiten Foto ist aber ziemlich sicher zu sehen, dass nur die Spitze gelb ist.

na ja, ich will hier jetzt nicht Erbsen zählen, aber da sowieso 90% des Femur nicht sichtbar sind, könnte auch die Basis fast komplett hell sein und das erkennbare Dunkle nur ein schmales Band.

Zitat

Schmalere Bänder bei vitripennis werden weder im Bestimmungsschlüssel mit ausführlicher Beschreibung bei Bartsch (2009) noch bei Falkals Unterscheidungsmerkmal genannt

Wahrscheinlich, weil das keine belastbaren Merkmale, sondern nur Tendenzen sind. Ebenso wie die unterschiedliche Färbung der Binden. Beides wurde aber schon von Experten auf diptera.info erwähnt.

Ich habe ja auch keineswegs geschrieben, daß das sicher S. ribesii ist. Ist eher Bauchgefühl gründend auf Erfahrung. Und vielleicht haben sich die Flugzeiten von S. vitripennis auch in den letzten Jahren aufgrunde der Klimaerwärmung geändert. Kann ich wie gesagt nicht beurteilen, da ich die Art hier kaum noch finde.


Viele Grüße, Jürgen
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7

Sonntag, 11. November 2018, 13:24

"aber da sowieso 90% des Femur nicht sichtbar sind, könnte auch die Basis
fast komplett hell sein und das erkennbare Dunkle nur ein schmales
Band."
Stimmt schon, aber kennst Du Fotos von Syrphus, auf denen der Hinterfemur ein deutlich abgesetztes schwarzes Band in ansonsten gelber Färbung hat? Ich kenne eine solche Zeichnung nur auf der Tibia.
S. dazu auch hier, dort wird ebenso wie bei Falk auf den Unterschied der Hinterfemur-Färbung bei Männchen von ribesii und vitripennis verwiesen (Nr. 32' und 32'').
"Wahrscheinlich, weil das keine belastbaren Merkmale, sondern nur
Tendenzen sind. Ebenso wie die unterschiedliche Färbung der Binden."
Also, die schmaleren Binden sind nach Falk wie gesagt ein Merkmal von torvus, nicht von vitripennis ("inboth sexes the yellow bands on the tergites are usually relatively
narrow, which can make torvus appear darker in the field (best shown by
spring indviduals though summer individuals can be much yellower)). Und auch in der Fotosammlung auf diptera ist diese Tendenz erkennbar (bei den Weibchen).
In den Beschreibungen bei Falk und Bartsch werden durchaus auch "Tendenzen" und nicht nur eindeutige Schlüsselmerkmale angegeben. Z.B. "S. vitripennis averages a bit smaller than both ribesii and torvus and
is more prone to having the yellow bands on tergites 3 & 4 broken in
the middle".
Bartsch beschreibt ausführlich die Variabilität der Tergitbinden bei vitripennis bzgl. Breite, Lage und Verschmälerung nach außen, erwähnt aber auch keine Tendenz zu unterschiedlicher Färbung. Und auf den Fotos und Abbildungen ist dies auch weder bei Falk und Bartsch noch in der diptera-Sammlung erkennbar.
Von daher belibt es für mich dabei, dass die Summe der sichtbaren Merkmale und der späte Beobachtungstermin besser zu vitripennis als zu ribesii passen. Ich habe ein "cf." in der Auflistung ergänzt.
Im nächsten November ist es dann hoffentlich ein Weibchen von vitripennis ;)
Viele Grüße,
Jann

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8

Freitag, 16. November 2018, 08:28

Es sind tatsächlich noch zwei weitere Arten hinzugekommen (am 15.11.2018 ):
- Sphaerophoria cf. scripta (w) (1) und
- Eupeodes cf. latifasciatus (m) (2-4)
Merkwürdiges Jahr: Am Montag eine Rothalsgans (5; out of topic), und am Donnerstag immer noch 4 Schwebfliegenarten. Da jetzt allerdings deutlich sinkende Temperaturen angesagt sind, muss ich mich wohl bald ganz auf die Vogelbeobachtung konzentrieren.
»Jann Wübbenhorst« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20181115_27438k.JPG
  • 20181115_27473k.JPG
  • 20181115_27493k.JPG
  • 20181115_27501k.JPG
  • Rothalsgans_20181114_120558.jpg
Viele Grüße,
Jann

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9

Freitag, 16. November 2018, 17:11

Hallo Jann,

Es sind tatsächlich noch zwei weitere Arten hinzugekommen (am 15.11.2018 )

drei Arten von heute (8-11 °C, sonnig) kann ich auch noch beitragen, wenn auch keine neuen:
- 1.)+2.) gleich im Innenhof, u.a. an der Tomatenpflanze im Kübel sonnend: Eupeodes cf. luniger (Weibchen)
- 3.) Episyrphus balteatus (Männchen, am Waldrand)
- 4.)+5.) Scaeva pyrastri (Männchen, am Waldrand)

Außerdem sonnten sich noch zwei Männchen der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum) an einem Baumstamm (Bilder 6.)-8.)). Letztes Jahr gab es die massenhaft (die letzten am 17.11.), dieses Jahr konnte ich sie an den Fingern zweier Hände abzählen. :S

Zitat

Da jetzt allerdings deutlich sinkende Temperaturen angesagt sind

Ja, für morgen nur noch 7 °C angekündigt. Ab nächste Woche dann richtig kalt mit Frost sogar am Tag.

Zitat

muss ich mich wohl bald ganz auf die Vogelbeobachtung konzentrieren.

Mit dem Vögel Fotografieren habe ich's nicht so. Die sind entweder immer irgendwo versteckt im Geäst oder zu weit weg... Habe heute nur versucht, ein paar der Kraniche abzulichten, die in teils riesigen Formationen hier rüberflogen (Bilder 9.)-10.)).


Ja, fü
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  • Eupeodes_cf_luniger_W1.jpg
  • Eupeodes_cf_luniger_W2.jpg
  • Episyrphus_balteatus_M.jpg
  • Scaeva_pyrastri_M1.jpg
  • Scaeva_pyrastri_M2.jpg
  • Sympetrum_striolatum_M1.jpg
  • Sympetrum_striolatum_M2.jpg
  • Sympetrum_striolatum_M3.jpg
  • Grus_grus_V-Formation.jpg
  • Grus_grus.jpg


Viele Grüße, Jürgen
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10

Freitag, 16. November 2018, 17:56

Außerdem sonnten sich noch zwei Männchen der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum) an einem Baumstamm (Bilder 6.)-8.)). Letztes Jahr gab es die massenhaft (die letzten am 17.11.), dieses Jahr konnte ich sie an den Fingern zweier Hände abzählen. :S

Ja, die späten Libellenarten hat es dieses Jahr zeimlich erwischt - viele Gewässer im Spätsommer komplett ausgetrocknet.
Den beiden Arten, die an sowas angepasst sind (S. flaveolum und S. meridionale), ging es hier an der Elbe dieses Jahr noch relativ gut (flaveolum war in den letzten 20 Jahren fast verschwunden, kommt jetzt langsam wieder; meridionale hat die letzten Jahre leicht zugenommen).
Das Libellenjahr war hier deutlich zweigeteilt:
Im Mai/Juni sehr gut, z.B. zahlreiche Libellula fulva an neuen Orten, Neunachweise von Gomphus vulgatissimus, Aeshna isoceles, Crocothemis erythraea, Leucorrhinia pectoralis, an vielen Gewässern hohe Anzahlen der verbreiteten Arten.
Bei den Sommer/Spätsommerarten das Gegenteil: sehr wenige Individuen, viele Gewässer ausgetrocknet und verwaist.
Die Elbe ist übrigens immer noch fast leer, seit dem Pegeltiefstand Ende August sind gerade mal 20 cm dazugekommen, das sind immer noch 1,80 m unter dem mittleren Wasserstand. Wenn es diesen Winter nicht doch noch irgendwann eine Wetterlage mit ergiebigem Dauerregen gibt, werden viele Gewässer 2019 komplett ausfallen - das kann wirklich übel werden...
Viele Grüße,
Jann

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Freitag, 16. November 2018, 18:40

Hallo Jann,

hier gibt es sowieso kaum Gewässer, nur einen winzigen Bach, welcher im Sommer natürlich komplett ausgetrocknet war und vielleicht irgendwo den einen oder anderen Gartenteich. Darum gibt es hier eh nur wenige Libellenarten. Zum einen solche, die in derart kleinen Gewässern brüten und solche, die sich üblicherweise weit von ihren Brutgewässern entfernen bzw. Wanderarten. Die meisten der von dir genannten Arten habe ich hier noch nie gesehen. Gewöhnlich beschränkt sich die Libellenfauna hier auf die Standardarten Coenagrion puella, Pyrrhosoma nymphula, Aeshna cyanea und Sympetrum striolatum. Deutlich seltener sind hier Libellula depressa, Libellula quadrimaculata, Sympecma fusca und Calopteryx virgo. Erst in den letzten paar Jahren ist ab und zu Platycnemis pennipes aufgetaucht. Dafür sind andere, früher gängige Arten wie Ischnura elegans oder Aeshna mixta anscheinend mittlerweile verschwunden.
Für einige weitere Arten gab es sowieso nur Einzelbeobachtungen: Enallagma cyathigerum, Ischnura pumilio, Lestes viridis, Gomphus pulchellus, Orthetrum cancellatum sowie alle anderen Sympetrum-Arten als striolatum.


Viele Grüße, Jürgen
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