Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Insektenfotos.de-Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

  • »Brigitte U« ist weiblich
  • »Brigitte U« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 494

Registrierungsdatum: 15. August 2009

Wohnort: Schweiz, Nahe Zürichsee

  • Private Nachricht senden

1

Donnerstag, 30. Mai 2019, 23:32

Leid - 30.05.2019

Hallo Helga
Hallo Alle

Wie wenn all die Zecken und Zeckennymphen nicht ausreichen würden ..... auch parasitierte Raupen sind in hoher Zahl vorhanden. Sehr viele der Raupen ab Waldrand, die ich versuche durchzuzüchten, sind parasitiert.
Nur bei Eifunden kann ich nach dem Raupenschlupf davon ausgehen, dass ich auch Raupen und Falter durchzüchte und nicht Raupen und Wespen.

Bild 1 - Svenssons Pyramideneule, Amphipyra berbera - hatte ich noch nie, freute mich sehr, auch auf den Falter
aber als ich die Puppe fotografieren wollte, sass da jemand anders:
Bild 2 - :-( viele kleine Wespen

Bild 3 - diese Raupe kam unentdeckt mit einem Haselzweig mit nach Hause, ebenfalls als sehr kleine Raupe (irgend eine Kätzcheneule?)
heute fand ich keine Raupe, dafür ein Wespenkokon:
Bild 4 - :-( speziell, habe ich so noch nie gesehen

Wenn man Raupen durchzüchtet um Raupen zu begleiten und gesunde Falter in die Freiheit zu entlassen . . . . für mich ist das jedesmal: ;( und grrrrrrrr

Liebe Grüsse, Brigitte
»Brigitte U« hat folgende Bilder angehängt:
  • bu_7247_UH_17052019.jpg
  • bu_8930_UH_29052019.jpg
  • bu_8826_UH_26052019.jpg
  • bu_8933_UH_30052019.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brigitte U« (5. Juni 2019, 22:30)


  • »Helga Becker« ist weiblich

Beiträge: 9 785

Registrierungsdatum: 9. Juli 2005

Wohnort: Vogelsbergkreis Hessen

Hobbys: Filmen der Natur, besonders Insekten, Wasservögel u.a. und neuerdings Pflanzen.

  • Private Nachricht senden

2

Sonntag, 2. Juni 2019, 16:56

Wenn man Raupen durchzüchtet um Raupen zu begleiten und gesunde Falter in die Freiheit zu entlassen . . . . für mich ist das jedesmal: und grrrrrrrr

Hallo Brigitte,

das ist wirklich Pech für dich. Zumal du nur je ein Räupchen hattest. Bei der Pyramideneule haben sich Brackwespen verpuppt. Sollten die nur auf einen Wirt spezialisiert sein sieht es mau aus für die anderen Raupen am Standort. Es tut mir auch immer in der Seele weh, vor allem wenn es so viele Parasiten sind. Trotzdem bin ich auch sehr fasziniert von der Vielzahl der verschiedenen parasitisch lebenden Wespen. Wenn die Natur das Gleichgewicht hält, soll es den Beständen ja nicht schaden. Aber die vielen Erzwespen bei meinen Schwalbenschwanzpuppen hat eigentlich etwas anderes gelehrt.

Am Stall von unseren Nachbarn war vor Jahren eine lange Reihe Brennnesseln. Wenn ich da vorbei ging bemerkte ich unzählige weiße Gebilde. Zuerst dachte ich es sei Zikadenschleim. Als ich diesen mal näher untersuchen wollte musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass dort Hunderte Tagfalterraupen parasitiert waren. Die weißen Gebilde waren die Gespinste der Brackwespen mit nicht wenigen Puppen darin. Die ausgelutschten Raupenhäute hingen noch dran. Die Dichte hat mich so entsetzt. Wenn mal 1 oder 2 Gespinste vorhanden sind, finde ich es ja nicht schlecht.

Mir ist auch aufgefallen, dass sich infizierte Raupen anders verhalten. Man findet sie viel leichter. Z.B. beim Mittleren Weinschwärmer, der eigentlich tagsüber nicht zu finden ist. Er versteckt sich am Grunde der Wirtspflanze. Raupen die auch am Tage auf der Pflanze sitzen waren bisher meist mit Parasiten infiziert.

Das durchzüchten von Raupen oder die Betreuung von Spinnen-Kinderstuben habe ich aufgegeben. Mir fehlt einfach die Zeit und die Gefahr besteht dann, dass sie nicht durchgehend betreuen kann. Dafür sind sie eigentlich zu schade. Habe aber in der Vergangenheit viele Raupen gezüchtet und vor allem einige Spinnenkinderstuben betreut und auch gefilmt. In unserem Garten wimmelt es von verschiedenen Spinnen. Im Moment erfreue ich mich an deren Anblick.

Habe auch die anderen Postings von dir gelesen. Freue mich für dich für diesen Erfolg.
Liebe Grüße, Helga

  • »Brigitte U« ist weiblich
  • »Brigitte U« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 494

Registrierungsdatum: 15. August 2009

Wohnort: Schweiz, Nahe Zürichsee

  • Private Nachricht senden

3

Mittwoch, 5. Juni 2019, 22:47

Hallo Helga

Ich kann mich für die parasitierenden Spezies einfach nicht erwärmen. und dieses Massenvernichtungsbild der Raupen ist sogar für Dich krass gewesen. Ich habe bei meinen Zuchten schon verschiedene Formen gesehen, einige finde ich schon auch interressant. Wie zum Beispiel der Kokon, der da an einem Faden hängt.
Toll, dass Du Dich auch mit Ihnen auseinander gesetzt hast. Aber auch wenn sie im Kreislauf der Natur ihren Platz und ihre Berechtigung haben, schaffen sie es nicht, bei mir genug Interresse zu wecken, um sie gut zu dokumentieren. Wenn es noch Unmengen Falter gäbe, sähe das vielleicht anders aus :-)

Spinnen-Kinderstuben? Das ist ja spannend! Sind sie schwierig zu betreuen?
Danke, ich freue mich, dass Du in die Postings reinguckst.

Liebe Grüsse, Brigitte

  • »Helga Becker« ist weiblich

Beiträge: 9 785

Registrierungsdatum: 9. Juli 2005

Wohnort: Vogelsbergkreis Hessen

Hobbys: Filmen der Natur, besonders Insekten, Wasservögel u.a. und neuerdings Pflanzen.

  • Private Nachricht senden

4

Donnerstag, 6. Juni 2019, 21:05

Spinnen-Kinderstuben? Das ist ja spannend! Sind sie schwierig zu betreuen?
Danke, ich freue mich, dass Du in die Postings reinguckst.

Hallo Brigitte,

schau dir mal diesen Beitrag an.

http://insektenfotos.de/forum/index.php?…&threadID=31783

Die Fotos sind leider nicht zwischen dem Text, da sie damals aus einem Arcor-Album waren, das dann gelöscht wurde. So habe ich sie noch mal hinten angehängt. Bei dieser Betreuung ging es aber um das Umfärben der Krabbenspinne. Die Kinderstube kam noch als Zugabe hinterher. Das Video ist sehr beeindruckend.

Bei Krabbenspinnen und Kugelspinnen kann/muss man den Müttern Fliegen mit der Pinzette anreichen. Es stimmt nicht, dass sie sich freiwillig zu Tode hungern. Sie nehmen bei etwas Geschick die Fliege gerne an und sind dann wohlgenährt, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist. Manchmal legen sie noch ein weiteres Gelege an. Bei Hauswinkelspinnen habe ich meist Fliegen aufs Netz geworfen. Die sind auch ganz fleißig und hängen überall im Terrarium ihre Gelege auf. Bei der Listspinne bin ich ähnlich vorgegangen. Allerdings baut die erst kurz bevor die Jungen schlüpfen ein Netz. Wenn die Fliege nicht entwischen kann findet sie die irgendwann in ihrem Behälter. Bei Krabbenspinnen, die ihren Kokon in einem Blatt oder ähnlichem nie verlassen benötigt es kein Terrarium. Die nehmen auch mit einer geräumigen Dose vorlieb. Eine riesige Plattbauchspinne (Scotophaeus) habe ich mal aus einem Wassereimer gerettet und betreut. Sie hat unter Rinde einen Kokon gefertigt und die Jungen sind geschlüpft. Sie sollte lebend von einem Spinnenexperten bestimmt werden, ist mir aber vorher entwischt.
Liebe Grüße, Helga

  • »Brigitte U« ist weiblich
  • »Brigitte U« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 494

Registrierungsdatum: 15. August 2009

Wohnort: Schweiz, Nahe Zürichsee

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 10. Juni 2019, 22:26

Hallo Helga

Dankeschön!
Das ist ja spannend, wunderschöne Doku!

Ich muss mir wohl keine Sorgen machen, dass mir je langweilig wird. Das wäre ja noch einmal ein Riesengebiet, in dem man sich tummeln kann . . . .

Liebe Grüsse, Brigitte