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  • »C.Ortmeyer« ist männlich
  • »C.Ortmeyer« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 2. September 2019, 22:33

Wespenspinnenexemplare identifizierbar?

Hallo,
ich hatte dieses Jahr wieder eine Wespenspinne (Argiope bruennichi) im Garten, und zwar zweimal:
Am 18. August hatte sie ihr schlampiges aber wirkungsvolles Netz unter einer Päonie angelegt. (Bild 1)
Am 1. September hatte ich wieder eine Wespenspinne wenige Meter entfernt im Gras in einem neuen Netz (ich denke es sind die Füchse, die sich schon das ganze Jahr im Grasstück mit ungemähtem Gras in unserem Garten tummeln und das Gras ziemlich nedergedrückt haben; vielleicht hat das die Spinne vertrieben in ein unberührteres Stück Gras)


MEINE FRAGE:

Ist jedes Wespenspinnen-Exemplar anhand ihrer Zeichnung unverwechselbar? Denn ich gehe eigentlich davon aus, dass es sich um die SELBE Wespenspinne handelt.

Die vom 1. September mit Fliege, die sie ebene gerade eingepackt hatte, hatte außerdem noch einen Nachtigallengrashüfer in ihrem Netz.
Heute, am 2.9. war das Netz noch da, aber ohne Beute und ohne Spinne.

Grüße
Chris
»C.Ortmeyer« hat folgende Bilder angehängt:
  • P1490447.jpeg
  • P1500574.jpeg
Wenn nicht anders vermerkt stammen die Bilder aus meinem Garten in Frankfurt-Sachsenhausen, 50° 5' N, 8° 40' E.

  • »Helga Becker« ist weiblich

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2

Dienstag, 3. September 2019, 10:35

Ist jedes Wespenspinnen-Exemplar anhand ihrer Zeichnung unverwechselbar? Denn ich gehe eigentlich davon aus, dass es sich um die SELBE Wespenspinne handelt.

Hallo Christ,

ich hoffe ich habe deine Frage richtig verstanden.

Es gibt nur eine Art "Wespenspinne", die sich eine Vielzahl von verschieden gestreiften Kleidern leistet, die sie allerdings nicht wechseln. Also immer eine andere, wenn sie verschieden gestreift ist. Als ganz einfach im Gegensatz zu anderen Insekten, die man zur Id erst sezieren müsste.
Liebe Grüße, Helga

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3

Dienstag, 3. September 2019, 10:50

Hallo Helga,

danke für die Antwort - dann ist das also wie bei Zebras *prust* .


Nun, das bedeutet nach meiner Meinung, dass ich da tatsächlich wieder zwei verschiedene Exemplare im Garten habe. Ich frage mich überhaupt, wo die herkommen oder ob das immer dieselbe 'Truppe' ist mit ihren Nachkommen. Denn per Flug können die großen Exemplare sich kaum verbreiten, schätze ich.
Vielleicht sind sie aber auch weiter verbreitet als ich denke.


Grüße
Chris
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  • »Helga Becker« ist weiblich

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4

Dienstag, 3. September 2019, 11:20

danke für die Antwort - dann ist das also wie bei Zebras .


Nun, das bedeutet nach meiner Meinung, dass ich da tatsächlich wieder zwei verschiedene Exemplare im Garten habe. Ich frage mich überhaupt, wo die herkommen oder ob das immer dieselbe 'Truppe' ist mit ihren Nachkommen. Denn per Flug können die großen Exemplare sich kaum verbreiten, schätze ich.

Hallo Chris,

an das Zebra hatte ich auch gedacht, aber mein Mann rief gerade zum Frühstück. Sie nennt sich im Volksmund ja auch noch Zebraspinne.

Es stimmt nicht, dass sie nicht fliegen können. Zumindest die frisch geschlüpften Jungspinnen verbreiten sich im Fluge. Sie spinnen einen Faden und lassen sich vom Wind verbreiten. Man nennt das Windplankton. Die jetzt erwachsenen Spinnen haben sich möglicherweise schon in deinem Garten entwickelt. Sie sind aber auch ganz gut zu Fuß.

Am Neusiedler See habe ich mal gefilmt, wie ein erwachsenes Männchen einer nicht identifizierten Art auf einem Halm herumturnte, dann einen Faden gesponnen hat und sich in die Lüfte erhob. Es war weit und breit kein Busch, also war sein Ziel unbestimmt.

In unserem Garten habe ich ebenfalls gefilmt wie eine dicke fette Vierpunktspinne einen ganzen Strang Fäden zum nächsten Busch schickte. Der war ihr dann doch zu weit entfernt und sie hat ihr Vorhaben aufgegeben.
»Helga Becker« hat folgende Bilder angehängt:
  • radn-vierfleck11ga09.jpg
  • plattbauch-ze-sp1zicklack10.jpg
Liebe Grüße, Helga

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5

Dienstag, 3. September 2019, 22:40

Hallo Helga,

velen Dank für deine spannenden Erläuterungen und Illustrierungen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich selber schon mal so ein Tierchen mit erhobenem Hinterzeil fotografiert hatte, aus dem Spinnfäden hervorquollen. Werde bei Gelegenheit danach suchen.

Alles Gute aus Frankfurt
Chris
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6

Freitag, 6. September 2019, 08:30

Zwischen Main, Rhein und Neckar ist die Spinne zwar noch nicht überall häufig, aber auch nicht mehr selten.